Weniger Geld für Aargauer Gemeinden aus dem Finanzausgleich

Nächstes Jahr erhalten 86 Aargauer Gemeinden Geld aus dem kantonalen Finanzausgleichstopf - im Ganzen 43,2 Millionen Franken. Das sind 4,4 Millionen Franken weniger als im laufenden Jahr. Es sind auch vier Nehmer-Gemeinden weniger.

ag Aargauer Finanzausgleich 2016 Die acht grössten Nehmer-Gemeinden (rot) und die acht grössten Geber-Gemeinden (blau). Kanton Aargau, Departement Volkswirtschaft und Inneres

Vom Finanzausgleich profitieren jene Gemeinden, deren Finanzbedarf 2014 höher war als deren Ertragskraft. Weil der Finanzbedarf gegenüber 2013 praktisch unverändert blieb und die Ertragskraft um 1 Prozent stieg, muss nächstes Jahr weniger Geld an die finanzschwachen Gemeinden ausbezahlt werden.

Aargauer Wappen am Grossratsgebäude

Bildlegende: Weniger Geld im Finanzausgleich - 2015 werden 43,2 Millionen Franken zwischen den Aargauer Gemeinden umverteilt. SRF

Gefüllt wird der Finanzausgleichstopf grösstenteils von den finanzstarken Aargauer Gemeinden. Nächstes Jahr müssen 56 Gemeinden 27,9 Millionen Franken abliefern. Dieses Jahr waren es 58 Gemeinden mit 27,1 Millionen Franken. Abgaben in den Finanzausgleichsfonds müssen jene Gemeinden leisten, deren Steuerkraft im Basisjahr 2014 über dem Kantonsmittel liegt und zudem den Finanzbedarf übersteigt.

Zusammen mit den Finanzausgleichszahlen veröffentlichte das kantonale Departement Volkswirtschaft und Inneres am Mittwoch auch die Zahlen über die Sonderbeiträge aus dem Finanzausgleichsfonds. 18 Gemeinden erhalten nächstes Jahr Sonderbeiträge von 7,7 Millionen Franken. Im laufenden Jahr kamen 16 Gemeinden in den Genuss von total 5,9 Millionen Franken.