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Aargau Solothurn «Wenn es zu viele Tiere hat, ist dies nicht tierschutzkonform»

In diesen Tagen sind wieder Jäger und Treiber in den Wäldern unterwegs: Es ist Treibjagd-Saison. Diese Art des Jagens war im Aargau zeitweise umstritten. Radio SRF war mit dabei.

Mann mit Gewehr im Wald.
Legende: Der Jäger schiesst nur dann, wenn er ein Tier nicht nur verletzt, sondern gleich tötet. SRF/Mario Gutknecht

Es ist schlechtes Wetter für die Jagd: Es stürmt und regnet immer wieder. Trotzdem sind oberhalb von Oberrohrdorf 16 Jäger und Treiber unterwegs. Sie sind auf der sogenannten Treibjagd. Das heisst, dass die Treiber die Tiere aufscheuchen und sie in Richtung Jäger treiben.

Gegen diese Treibjagd gab es im Aargau früher grossen Widerstand. Mehrmals wurden Volksinitiativen dagegen lanciert. Das Argument: Die Treibjagd stresse das Wild. Es sei Tierquälerei. Mehrmals haben sich die Stimmbürger jedoch dagegen ausgesprochen, die Treibjagd zu verbieten.

Ohne Jagd breiten sich Seuchen aus

Ein Verfechter der Treibjagd ist der Geschäftsführer von Pro Natura Aargau, Johannes Jenny. Die Jäger seien am Wohl der Tiere interessiert, so der Naturschützer. Deshalb beteiligt er sich selbst auch an der Treibjagd. Jenny ist überzeugt, dass es ohne Jagd zu viele Wildtiere gäbe. Damit könnten sich Seuchen ausbreiten, was nicht mehr tierschutzkonform wäre.

Die Jagdgesellschaften selbst betonen auch, dass es ihnen vor allem um das Tierwohl geht. In Oberrohrdorf hat man sich deshalb auch entschlossen, bei der Treibjagd auf grossen Lärm zu verzichten. Zudem will man das Image der trinkenden Jäger abstreifen. Während der Jagd trinken die meisten nur noch Tee. Der Treffsicherheit ist dies sicher zuträglich.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Welch ein Aufschrei würde wohl endstehen, wenn der Wolf ein Reh oder ein Hirsch gerissen hätte? darf gar nicht daran denken. Da der liebe Mensch die ganze Natur durcheinander gebracht hat, muss er jetzt sehen, was er angerichtet hat. Die Natur reguliert sich meist schon selber, nur muss man ihr Zeit lassen und nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen.
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