Wenn in Wolfwil «gmeggelet» wird

Am Pfingstmontag hat im solothurnischen Wolfwil die Schweizermeisterschaft im «Meggelen» begonnen. 120 Spieler frönten dem alten Gassenspiel, das bereits die Kelten gespielt haben sollen. Bis Freitag ist dann klar, wer die Besten «Meggeler» sind.

Mann schlägt mit langem Holzstück auf ein am Boden liegendes kurzes Holzstück.

Bildlegende: So sieht es aus, wenn in Wolfwil «gmeggelet» wird. Das Spiel gleicht ein bisschen dem Baseball, sagt der OK-Präsident. zvg

Fast eine ganze Woche lang wird im Gäuer Dorf Wolfwil «gmeggelet». Am Pfingstmontag hat die 7. Schweizermeisterschaft begonnen. Nach Zwischenrunden am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, findet am Freitagabend der Final statt.

Meggelen sei zwar eher Spiel als Sport, sagt OK-Präsident Marcel Ackermann dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Der Spass stehe im Vordergrund. Je näher der Final komme, desto mehr werde aus dem Spiel allerdings ein Sport.

Wenn der Jätter auf das Meggeli...

Beim «Meggelen» schlägt der Jätter (schlagende Person) mit dem Stecken (33 cm langes Holzstück) das Meggeli (11 cm kurzes Holzstück), und die Abmacher (gegnerische Mannschaft) müssen dieses fangen oder blockieren. Die genauen Regeln sind für Auswärtige nicht ganz einfach zu verstehen. Die Wolfwiler hingegen haben sie verinnerlicht, nur hier wird das alte Gassenspiel noch gespielt.

Zum Auftakt der Schweizermeisterschaft haben sich am Pfingsmontag 120 Spieler in Wolfwil versammelt und wurden von rund 200 Zuschauern angefeuert. Fünf Personen bilden zusammen ein Team. Schon die Team-Namen wie «Perledoucher», «Voguschesse» oder «Hang Overs» zeugen davon, dass «Meggelen» keine todernste Sache ist.