Widerstand gegen Asylunterkunft Gretzenbach

Vor zwei Wochen gab der Kanton Solothurn bekannt, das er in einer Zivilschutzanlage in Gretzenbach einquartieren will. Der Gemeinderat gab seinen Segen zum Durchgangszentrum. Doch nun gibt es zwei Beschwerden, auch von offizieller Seite.

Bis zu 100 Asylbewerber möchte der Kanton Solothurn in der Zivilschutzanlage Täli in Gretzenbach einquartieren. Im Durchgangszentrum sollen vorwiegend allein reisende Männer untergebracht werden.

Leere Betten in einer Zivilschutzanlage.

Bildlegende: Die Betten in der Zivilschutzanlage Täli in Gretzenbach bleiben vorerst leer. Keystone

Am 4. Februar gab der Kanton bekannt, dass es schon im März losgehen soll. Der Gemeinderat habe seinen Segen zur Einmietung des Kantons gegeben. Zwei Wochen später wird jetzt aber klar: aus dem Start im März wird nichts.

Gegen den Gemeinderatsbeschluss sind beim zuständigen Departement zwei Beschwerden eingereicht worden. Die Gemeinde bestätigt eine entsprechende Meldung des Oltner Tagblattes.

Projekt liegt auf Eis

Brisant an der Beschwerden sind die Beschwerdeführer. Neben einer Privatperson wehren sich nämlich auch zwei Gretzenbacher Gemeinderäte gegen den Beschluss ihres eigenen Gremiums.

Die Beschwerden haben eine aufschiebende Wirkung. Ein Informationsanlass vom 22. Februar wurde nun vorerst abgesagt.