Wie überleben Hotels und Restaurants in den Randregionen?

In der letzten Ausgabe ging der Olma-Talk der Frage nach, wie Restaurants und Hotels im Kanton St. Gallen und Aargau überleben. Beide Kantone gehören nicht zu den grossen touristischen Regionen. Eine Wirtin und ein Hotel-Investor haben ihre Rezepte verraten.

Eine Frau und zwei Männer sitzen auf einer Bühne mit Mikrofonen in der Hand

Bildlegende: Vreni Giger (l.) und Hans-Rudolf Wyss (r.) sprechen mit SRF-Reporter Mario Gutknecht darüber, wie man sich in den Ran... SRF Urs Tunner

Sie gehören beide nicht zu den grossen Tourismusorten: Die Stadt St. Gallen und Ennetbaden. Trotzdem engagieren sich eine Wirtin und ein Hotel-Investor in diesen Gemeinden. Im Gespräch an der Olma erklären sie, wie sie auch ohne Touristen überleben wollen.

Zuerst zu Vreni Giger. Sie ist Wirtin des Restaurants und Hotels Jägerhof in St. Gallen. Vor sechs Jahren hatte sie das Gasthaus übernommen, oder wie sie sagt: «Ich bin hangen geblieben». Sie hat 17 Gault Millau-Punkte, und gehört damit zu den Spitzenköchen der Schweiz.

Ihr Erfolgsrezept: «Vreni Giger». Sie sei eine Marke, welche sie sich in den letzten 20 Jahren erarbeitet habe. Ihre Kunden wüssten, dass sie Qualität biete, so Giger. Konkret koche sie mit regionalen Produkten und immer frisch.

Goldgrube St. Moritz?

Ein Rezept, welches auch für Hand Rudolf- Wyss in Frage kommt. Er ist Verwaltungsratspräsident des Bad Schinznach, aber vor allem ist er Unternehmer. Er investiert zurzeit 60 Millionen Franken in ein Projekt in Ennetbaden, welches unter anderem ein Hotel und Restaurant umfasst.

Solche Projekte reizen ihn immer wieder. «Es ist die Freiheit etwas zu bewegen», sagt Wyss. Deshalb will er auch nicht einfach Wohnsiedlungen errichten. Er könne wtwa im Bad Schinznach kreativ sein, und das Thermalbad entsprechend den Wünschen der Kunden zu gestalten.

Sowohl Wyss als auch Giger suchen Nischen um sich am Markt zu behaupten. Giger ist auch überzeugt, dass sie es etwa mit einem Restaurant in St. Moritz nicht einfacher hätte. Dort laufe das Geschäft genau vom 24. Dezember bis am 6. Januar. «Er ist Hirnrissig zu glauben, man geht nach St. Moritz und hat dort eine Goldgrube». Und so bleibt sie ihrem St. Gallen treu.