Wildpark Mühletäli braucht erneut Geld

Gerade erst hat der Wildpark Mühletäli von der Standortgemeinde Starrkirch-Wil Geld erhalten, um einen gefährlichen Felsbrocken zu sichern. Nun stehen bereits die nächsten baulichen Anpassungen an. Und: Ein Hang kommt ins Rutschen.

Blick auf ein Gehege, Sitzbänken und einem Weg der durch den Park führt.

Bildlegende: Neben der Felssicherung muss der Park auch Zäune und Stallungen neu machen lassen. ZVG

Der Wildpark Mühletäli ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien in der Region Olten: Waschbären, Mufflons, Hirsche und Zwerggeissen tummeln sich in den Gehegen, sehr zur Freude der grossen und kleinen Besucher. An schönen Tagen kommen bis zu 100 Besucherinnen und Besucher pro Tag in den Wildpark.

Im März wird der Fels im Wildpark abgetragen

Der idyllische Park zwischen Olten und Starrkirch-Wil ist aber in einer schwierigen Situation, obwohl eines der gravierendsten Probleme soeben behoben werden konnte. Anfang Jahr hat der Gemeinderat von Starrkirch-Wil 165'000 Franken gesprochen, um einen gefährlichen Felsbrocken zu sichern.

Dieser könnte beim Herabfallen Besucher und Tiere verletzen. Zusammen mit den bereits gesprochenen 50'000 Franken des Parkbetreibers, dem Verein Wildpark Mühletäli, kann der Brocken entfernt werden. Im März soll diese Arbeit ausgeführt werden.

Ein anderer Bereich des Parks benötigt aber ebenfalls ein Eingreifen: Der sogenannte Schlauchhügel. Gemeint ist damit der Hügel in der Nähe des Hirschgeheges. Dieser wurde in den 50er Jahren mit Eisenbahnschwellen verbaut. Heute ist dies nicht mehr erlaubt, die Schwellen müssen weg.

Der Hang im Wildpark kommt ins Rutschen

Hinzu kommt: Der Hang rutscht Stück für Stück hinunter. Gefahr besteht zwar nicht, dennoch muss gehandelt werden, bestätigt Kyra Bosshardt gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Sie ist die Leitende Tierwartin im Wildpark. Und noch etwas komme hinzu: «Viele Zäune sind ebenfalls aus den 50er Jahren und müssen so schnell wie möglich ersetzt werden. Das verlangt auch das kantonale Veterinäramt», erklärt Bosshardt, «am liebsten noch in diesem Jahr».

Doch das Geld dafür fehlt. In der Vereinskasse liegen zwar rund 100'000 Franken bereit, erklärt Vereinspräsident Rolf Sommer, der noch bis im März im Amt bleibt. Dieses Geld reicht aber nicht aus. Laut Bosshardt könnten alle nötigen, baulichen Projekte bis zu 500'000 Franken kosten. Kyra Bosshardt hofft darum auf Spendengelder. Zudem hat die Gemeinde Starrkirch-Wil Hilfe angeboten.

«  Möglicherweise können wir im nächsten Jahr zusammen mit dem Zivilschutz selber Hand anlegen. Das käme uns bedeutend billiger. »

Kyra Bosshardt
Leitende Tierwartin im Wildpark Mühletäli

Die Stadt Olten, welche ebenfalls Miteigentümerin des Wildparks ist, wird kaum finanzielle Unterstützung leisten können. Die Stadt steht im Moment unter einem grossen Spardruck. Auch bei der Felssicherung konnte Olten nicht mitzahlen, obwohl dies eigentlich geplant war.

Wildpark im März wegen Felssicherung geschlossen?

Zeitlich steht der Park im Moment nicht unter Druck. Beim kantonalen Veterinäramt heisst es auf Anfrage, man werde den Park sicher nicht schliessen und gemeinsam eine Lösung finden. Auch Kyra Bosshardt ist zuversichtlich.

Ob der Wildpark Mühletäli übrigens während der Felssicherung geöffnet bleibt, ist noch unklar. Laut Kyra Bosshardt werden aber sicher die Zwerggeissen vorübergehend umquartiert, weil sich ihr Zuhause unmittelbar beim Felsbrocken befindet.