Wildsaison: In Muhen hat sich der Wechsel auf Hirschzucht gelohnt

Im Jahr 2002 ist Willi Lüscher vom Ackerbau auf die Hirschzucht umgestiegen. Heute hat er jeweils im Sommer rund 180 Tiere. Im internationalen Vergleich ist dies jedoch wenig. Trotzdem konnte Lüscher ausbauen und liefert heute an einen Schweizer Grossverteiler.

Dutzende Hirsche bei der Aufzucht in Muhen

Bildlegende: Willi Lüscher hat zurzeit rund 100 Hirsche. SRF

Die Hirschzucht von Willi Lüscher liegt mitten im Dorf Muhen. Sie besteht aus mehreren Gehegen, etwa so gross wie vier Fussballfelder. Vor gut zehn Jahren hat Lüscher mit der Zucht begonnen. Damals hatte er ein Dutzend Hirsche. Willi Lüscher hatte bereits als Jugendlicher eine Beziehung zu den Wildtieren. So war er schon früh mit auf die Jagd gegangen.

Heute hat Lüscher im Sommer etwa 180 Tiere. In der Herbstzeit werden etwa 70 bis 80 Hirsche geschossen. Das Fleisch verkauft Lüscher auch an den Grossverteiler Migros, wie er gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF erklärt. Dazu hat sich Willi Lüscher mit mehreren Hirschzüchtern aus den Kantonen Aargau, Solothurn und Bern zusammengeschlossen.

Allerdings können sie nur einen kleinen Teil der Nachfrage decken. Nur rund zwei Prozent des hierzulande verzehrten Hirschfleisches stammten aus der Schweiz, erklärt Lüscher. Der weitaus grösste Teil kommt aus Österreich und Neuseeland. Wobei gerade in Neuseeland das Hirschfleisch nur ein Nebenprodukt ist. Die Neuseeländer züchten die Tiere wegen der Geweihe. Diese werden fein zerschnitten und nach China verkauft. Dort gelten sie als Potenzmittel.