Windpark Grenchenberg: Gemeinderat lehnt Einsprachen ab

Sechs Turbinen, eine Gesamthöhe von 160 Metern – es ist ein gewaltiges Projekt auf dem Grenchenberg, in der Juraschutzzone. 14 Einsprachen sind dagegen eingegangen. Alle sind jetzt vom Tisch, wenigstens, wenn es nach dem Gemeinderat von Grenchen geht. Am Dienstag gab er grünes Licht für das Projekt.

Windturbine Grenchenberg

Bildlegende: Der Mast 100 Meter hoch, die Rotoren 60 Meter lang – zusammen 160 Meter hoch: So sollen die Windturbinen gebaut werden. zvg

Der Grenchner Gemeinderat hatte unter dem Traktandum «Projekt Windpark Grenchen» über diverse Anträge zu befinden. Fazit: Der Rat steht voll und ganz hinter dem Vorhaben der Städtischen Werke Grenchen (SWG), auf dem Grenchenberg sechs Windturbinen zu bauen.

14 Einsprachen waren gegen das Bauvorhaben eingegangen. Zwei davon wurden zurückgezogen, darunter jene der Gemeinde Bettlach.

Bei sieben Einsprachen war die Bau-, Planungs- und Umweltkommission (Bapluk) der Stadt zum Schluss gekommen, dass sie gar nicht zulässig seien. Die Interessengemeinschaft Naturschutz Thal hat eine Einsprache gemacht.

Die IG habe sich aber nur um Belange im Thal zu kümmern, befand die Bapluk. Der Gemeinderat folgte dieser Argumentation und trat auf die diese und die anderen sechs Einsprachen gar nicht ein.

Legitime Einsprachen abgewiesen

Fünf Einsprachen erfüllten alle formalen Kriterien und wurden materiell behandelt. So zum Beispiel jene der Vogelschützer und der Landschaftsschützer. Weiter gab es eine Sammeleinsprache von 151 Personen aus Grenchen und Bettlach. Auch hier folgte der Gemeinderat dem Antrag der Kommission und lehnte die Einsprachen einstimmig ab.

Das Projekt für einen Windpark auf dem Grenchenberg wurde vom Gemeinderat nun an den Solothurner Regierungsrat überwiesen. Dieser hat es seinerseits noch zu genehmigen.

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Streit um Windturbinen

6:10 min, aus Rundschau vom 26.3.2014

Gegner machen weiter

Pro Grenchen, das sich gegen den Winkpark stark macht, denkt nicht ans Aufgeben. Jürg Allemann von Pro Grenchen will eine Beschwerde beim Solothurner Regierungsrat einreichen. Wenn nötig werde man auch weitergehen, sagte er gegenüber Radio SRF.

Dimensionen

Der Gemeinderat präzisierte die Sonderbauvorschriften für den Windpark:

  • Maximale Gesamthöhe 160 Meter
  • Nabenhöhe maximal 99 Meter
  • Ein Rotor darf maximal 61 Meter lang sein