EHC Olten-Chef zum Playoff-Out «Wir werden jede Position hinterfragen»

In der Mannschaft des EHC Olten dürfte es zu grösseren Wechsel kommen. Die kündigt EHCO-Chef Peter Rötheli gegenüber Radio SRF an. Gleichzeitig wolle man an den Zielen des Eishockeyclubs festhalten.

Ein Mann schaut an der Kamera vorbei

Bildlegende: EHC Olten-Geschäftsführer Peter Rötheli hält am Ziel Nationalliga A fest. SRF

SRF: Wie ist die Stimmung nach dem Playoff-Ende?

Peter Rötheli: Die Stimmung ist sicher nicht gut. Wir sind recht enttäuscht, dass wir die Serie nicht mehr kehren konnten zu unseren Gunsten. Wir waren zuversichtlich und optimistisch nach dem Heimsieg am Freitag. Es sollte einfach nicht sein. Wir sind von der ganzen Saison enttäuscht. Wir hatten keine Konstanz. Es war immer ein auf und ab.

Vor und während der Saison hatte man höhere Ziele. Man merkte dann aber, dass es nicht rund läuft im Verein. Wer übernimmt jetzt die Verantwortung für die missratene Saison?

Die Verantwortung müssen wir alle übernehmen, ob Verwaltungsrat, Geschäftsleitung, Spieler oder Staff. Es gibt jetzt sicher eine Analyse und danach werden wir die nötigen Schlüsse ziehen.

Man hörte schon aus dem Umfeld des Vereins, dass die Disziplin und Leistung einzelner Spieler nicht stimmt. Es gibt also sicher Konsequenzen in der Mannschaft?

Es ist sicher so. Wir sind mit der Leistung einzelner Spieler nicht zufrieden. Aber wir wollen die ganze Organisation durchleuchten. Was lief gut und was schlecht. Da gehört die Mannschaft dazu aber nicht nur.

Wie geht es weiter mit dem Sportchef Köbi Kölliker?

Wir werden jede Position hinterfragen, auch meine. Aber zuerst einmal schnaufen wir jetzt durch. Aus Enttäuschung und Emotionen trifft man meist schlechte Entscheidungen.

Das heisst aber auch, es könnte grössere Veränderungen geben?

Es gibt Veränderungen. Die Grössten sicher in der Mannschaft. Es laufen ja auch einige Verträge aus. Wer unsere Ziele nicht mitträgt, der hat in Olten nichts zu suchen.

Das Ziel war ja der Aufstieg in die Nationalliga A. Vielleicht muss man ja auch das Ziel revidieren?

Wir haben an der Generalversammlung im November gesagt, dass wir in der Nationalliga A anklopfen wollen. Die A-Liga ist ein hochgestecktes Ziel. Aber wenn wir alle Hand in Hand das gleiche wollen, ist es machbar. Das erste Jahr ist vorbei. Wir sind umgefallen. Jetzt heisst es aufstehen, weiterkämpfen und vorwärts schauen.