Wohlen darf 14 Hektaren Land einzonen und will nun weiter wachsen

Die Aargauer Gemeinde Wohlen hat über 15'000 Einwohner und will weiter wachsen. Total 14,5 Hektaren Land will Wohlen einzonen. Ein grösserer Teil ist für öffentliche Bauten der Kantonsschule und für Sportanlagen gedacht. Aber auch Gewerbe und Wohnen soll Platz finden in der Freiämter Gemeinde.

Blick auf auf Wohlen, fotografiert von einer Anhöhe; im Vordergrund ein Traktor der einen Acker umpflügt, dahinter die Gemeinde.

Bildlegende: Auf einer Fläche so gross wie fast 20 Fussballfelder darf Wohlen in Zukunft weiter wachsen. Die Regierung sagt Ja dazu. Wikimedia Commons / Voyager

In Wohlen soll das Siedlungsgebiet vergrössert werden. 14,5 Hektaren Land, darunter vor allem Landwirtschaftsland, werden eingezont. Das Bauland in Wohlen ist zu über 90 Prozent aufgebraucht. Wohlen ist die viertgrösste Aargauer Gemeinde und will weiter wachsen. Die Aargauer Regierung steht hinter diesem Vorhaben.

Mehr Platz für Sportanlagen und Gewerbe

Wohlen will Land im Gebiet Niedermatten einzonen. Dies ist der grösste Teil der gut 14 Hektaren: 7,5 Hektaren sind für neue Sport- und Fussballanlagen vorgesehen, für sogenannte öffentliche Bauten. An der Anlikerstrasse Nord werden über drei Hektaren für Gewerbebetriebe eingezont. SVP, Grüne, Bauernverband und Umweltverbände waren gegen diese Einzonungen. FDP, CVP, EVP, GLP und SP mehrheitlich dafür.

Zentrumsfunktion Wohlen

«Wohlen ist eine Kernstadt der Agglomeration Wohlen und ein urbaner Entwicklungsraum», erklärt die Aargauer Regierung in der Botschaft an das Aargauer Parlament. Die Entwicklung von Wohlen sei für den ganzen Kanton wichtig. Die Einzonung von Landwirtschaftsland sei in diesem Fall zweckmässig und situationsgerecht, argumentiert die Regierung weiter. Nun entscheidet der Grosse Rat über die Einzonung.