Zeit verstreichen lassen im Museum

Zeit festhalten oder Zeit sichtbar machen: Das versucht das Kunstmuseum Solothurn mit seiner Ausstellung «Zeit verstreichen. Moment und Dauer in der Gegenwartskunst». Die Besucher sollen sich Zeit bewusst nehmen für die Ausstellung, so die Aufforderung der Ausstellungsmacherin.

Eine Uhr, die eine Seite des Zifferblattes ist verschmiert

Bildlegende: «Zeit verstreichen» im wörtlichen Sinn in der gleichnamigen Videoinstallation von Künstlerin Claudia Kübler. ZVG/DAVID AEBI

Eine schockgefrorene rote Blume in einem Glaskubus. Nur durch ständige Kühlung verwelkt die Blume nicht. Dies ist eines der Exponate in der Ausstellung «Zeit verstreichen. Moment und Dauer in der Gegenwartskunst» im Kunstmuseum Solothurn. Eine Uhr, deren Zeiger die Zeit sichtbar machen, indem sie Tinte über dem Zifferblatt «verstreichen» lassen, ist ein weiteres Ausstellungsstück von insgesamt 13 einheimischen und ausländischen Kunstschaffenden.

Zeit sei ein Thema, dass alle angehe und immer aktuell bleibe, so Patricia Bieder, Kuratorin der Ausstellung.

«  Wir sprechen von Zeit gewinnen, Zeit haben, Zeit verlieren - aber was ist Zeit überhaupt? »

Patricia Bieder
Kuratorin Kunstmuseum Solothurn

Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung sollen auch erleben, was Zeit mit ihnen mache. Sie sollen sich bewusst Zeit nehmen für den Besuch im Museum.