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Aargau Solothurn «Zentralschweizer» Windturbinen in Kirchleerau?

Zwei Windturbinen, jede 150 Meter hoch – so hoch wie etwa der Kölner Dom. Das plant die Centralschweizerische Kraftwerke AG im aargauischen Kirchleerau an der Grenze zum Kanton Luzern. Die Gemeinde selber wäre davon weniger betroffen als die umliegenden Gemeinden.

Montage einer Luftaufnahme mit vier Windturbinen inmitten der Landschaft.
Legende: So würde der Windpark mit seinen vier Windturbinen bei Kirchleerau von oben aussehen. Montage/ZVG

Die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) hat grosse Pläne: Sie möchte im aargauischen Kirchleerau zwei Windturbinen aufstellen. Zwei weitere würden unweit davon auf Luzerner Kantonsgebiet erstellt. Jede der Turbinen soll eine Höhe von rund 150 Metern haben. Und bauen möchte die CKW diese Windräder bereits in drei Jahren.

Genug Wind in Kirchleerau vorhanden

Die ersten Reaktionen aus den Gemeinden sind schon mal positiv. Der Gemeindeammann von Kirchleerau ist offen: «Ich persönlich habe nichts gegen grüne Energie und bin offen für solche Projekte», sagt SVP-Mann Erich Hunziker. Kirchleerau könne ja auch genügend Wind bieten, das hätten frühere Messungen ergeben, ergänzt Hunziker gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF.

Tatsächlich ist Kirchleerau seit 2013 als Standort im Richtplan Windenergie des Kantons Aargau eingetragen. Gemäss Hunziker werde man die Windräder vom Dorfzentrum aus nicht sehen, da sie ausserhalb gebaut würden.

Nachbargemeinden sind offen, aber auch kritisch

Stärker betroffen wären da schon die Gemeinden Schmiedrued-Walde und Moosleerau. Dort stehen mehrere Häuser rund 400 Meter weit weg vom geplanten Standort des «Zentralschweizer» Windkraftwerkes.

Auf Anfrage erklären die Zuständigen beider Gemeinden, dass sie grundsätzlich offen sind. Silvia Morgenthaler ist Frau Gemeindeammann in Moosleerau und macht klar, dass man ja nicht von vornherein gegen etwas sein kann, wenn man die Details noch gar nicht kennt.

Strom für 2800 Haushalte

Montage einer Luftaufnahme mit vier Windturbinen inmitten der Landschaft.
Legende: So würden die Windräder in Kirchleerau aussehen, vom Boden aus betrachtet. Montage/ZVG

Das Projekt ist nämlich noch nicht konkret. Sicher ist: Die CKW möchte Strom produzieren für 2800 Vierpersonenhaushalte. Die Kosten für die Windturbinen machen rund 18 Millionen Franken aus.

«Grundsätzlich muss man alternative Energie natürlich prüfen», erklärt Frau Gemeindeammann Marliese Loosli aus Schmiedrued-Walde im Interview mit dem Regionaljournal Aargau Solothurn. «Wir haben aber sicher Bedenken wegen des Landschaftsschutzes», fügt Loosli an.

Im Juni wird die CKW zwei Informationsanlässe durchführen und die Bevölkerung über das Projekt und die Planungen genauer informieren. 2017 möchte die CKW bereits mit dem Bau beginnen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von MIchael Perini, Basel
    Wie genau wird man von einer Windkraftanlage "betroffen"? Indem Fallout in den Garten fällt? Asche aufs Dach? Oder die Sonne nicht mehr durch den Smog scheint? Falls tatsächlich Lärmemissionen geschehen könnte man ja als Anrainer sinnvoll einen günstigeren Stromtarif aushandeln. Bünzlis. Dieselben, die hier sich gegen diese Anlagen wehren haben auch keine solarthermischen oder solarelektrischen Anlagen auf dem Garagendach und pendeln jeden Tag mit Diesel und Benzin zur Arbeit. Bigotte Welt.
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  • Kommentar von Roger Klaus, Schmiedrued
    Optisch und von den Lärmemissionen sind die Leute in Schmiedrued-Walde wohl stärker belastet als die Gemeinden Triengen und Kirchleerau! So wie im Foto stehen die Windräder wol auf anderm Gemeideboden aber sie sind näher am Zentrum und verschiedenen Wyhlern von Schmiedrued-Walde.
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