Zofingen geht ein (modernes) Licht auf

Auf zwei Sportplätzen in Zofingen leuchten ab sofort moderne LED-Lampen, diese verbrauchen weniger Strom und sollen länger halten. Zofingen übernimmt damit eine Vorreiterrolle, denn LED-Licht auf Sportplätzen ist keine einfache Angelegenheit und die neue Technologie birgt Risiken.

Zwar ist die LED-Technologie mittlerweile schon lange bekannt und findet auch vielerorts Anwendung, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich. Allerdings sind grosse LED-Beleuchtungsanlagen nach wie vor wenig verbreitet und für Flutlichtanalgen findet die Technologie in der Schweiz noch kaum Anwendung

Nun übernimmt die Stadt Zofingen eine Vorreiterrolle auf dem Gebiet der LED-Beleuchtung. Auf der Sportanlage Trinermatten sind zwei Plätze neu mit LED-Leuchten ausgestattet, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Diese Beleuchtung zu realisieren war nicht ganz einfach, wie eine Nachfrage zeigt.

Wirtschaftlichkeit besser

Zunächst habe man in Zofingen eine konventionelle Anlage mit herkömmlichen Scheinwerfern geplant, sagt Emanuele Soldati, der Leiter der Abteilung Hochbau und Liegenschaften. Dann aber sei man auf die Alternative mit LED aufmerksam geworden. «Per Zufall stiessen wir darauf, dass in Deutschland eine vergleichbare Anlage realisiert wurde.»

Die möglichen Vorteile hätten dann schnell überzeugt, vor allem wegen der Wirtschaftlichkeit: «Zwar sind die Leuchten selber teurer, allerdings sind die Energiekosten und die Lebensdauer wesentlich besser», betont Soldati gegenüber dem SRF-Regionaljournal. Dennoch bleibt für die Stadt ein Risiko bei der Verwendung der LED-Anlage.

Stadt trägt ein Restrisiko

Die Beleuchtung von Fussballplätzen, auf denen Meisterschaftsspiele ausgetragen werden, wird vom Schweizer Fussballverband geregelt. Der Verband muss die Sportplatzbeleuchtung absegnen, damit Vereine dort spielen dürfen. Dabei geht es zum Beispiel um die Lichtstärke.

Allerdings übernimmt der SFV, auch bei ausreichender Lichtstärke, keine abschliessende Verantwortung für LED-Anlagen, das Restrisiko bleibe bei den Besitzern der Anlage, meist also bei den Gemeinden. Falls es Beschwerden gegen die Anlage geben sollte, dann kann der SFV keine definitive Verantwortung übernehmen.

Der Weg lohnt sich – nicht nur für Zofingen

Hand mit Taschenlampe.

Bildlegende: Die Stadt Zofingen übernimmt eine Vorreiterrolle auf dem Gebiet der LED-Beleuchtung. Colourbox/Symbolbild

Die LED-Beleuchtung bedeutet für die Gemeinden also mehr Arbeit und trotzdem ein Risiko, dass nicht alles klappt. Warum wagt man einen solchen Schritt? Trotz des Zusatzaufwandes und des Restrisikos sei die LED-Technologie der richtige Weg, heisst es in Zofingen. «Eine neue Idee bringt immer mehr Arbeit als das Standardprodukt», betont Emanuel Soldati, «die Pionierrolle lohnt sich aber, wenn die LED-Technologie dadurch mehr Verbreitung findet.»

Und: Gerade für Zofingen als Energiestadt passe die Verwendung einer stromsparenden Beleuchtung ideal, findet auch der Stadtrat und hat sich deshalb trotz Risiko hinter das LED-Projekt gestellt. Geholfen dabei hat sicher auch, dass es einen finanziellen Zustupf aus dem Swisslos-Sportfonds gibt, dieser beteiligt sich mit 38'000 Franken an der neuen Zofingen LED-Beleuchtung.