Zofinger Asylbewerber: Extraklassen für die Kinder

170 Asylbewerber ziehen im ehemaligen Pflegezentrum Zofingen neben dem Spital ein. Es sind hauptsächlich Familien mit Kindern. Die Kinder sollen nicht mit Schweizer Kindern in die Schule. Kanton und Stadt planen Extraklassen.

Kind in Spezialklasse in Untersiggenthal

Bildlegende: Braucht es in Zofingen eine Spezialklasse für Kinder von Asylbewerbern? SRF

In der neuen Asylunterkunft im alten Pflegezentrum hat es Platz für 170 Asylbewerber. Laut Kanton sind bewusst primär Familien zur Unterbringung vorgesehen. Dieser Entscheid ist ein zweischneidiges Schwert.

Asylbewerber mit Kindern: Vor- oder Nachteil für eine Stadt?

«Familien sind besser akzeptiert in der Bevölkerung», weiss Hans-Ruedi Hottiger, Stadtammann von Zofingen, gegenüber Radio SRF. Hinzu käme, dass der Standort der Asylunterkunft gleich neben dem Spital sensibel sei, und somit Familien besser geeignet seien.

Aber bei Familien müssen die Kinder in die Schule. Dafür braucht es eine verträgliche Lösung. Stadtammann Hottiger geht davon aus, dass Zofingen im nächsten Jahr 30 bis 40 zusätzliche Schüler erhält. Dies könnten die Regelklassen nicht verkraften, so Hottiger gegenüber Radio SRF.

Spezialklassen in Abklärung

Deshalb wollen Stadtrat und Kanton separate Klassen für die Kinder der Asylbewerber. «Wir suchen noch nach geeignetem Schulraum und Lehrern», sagt der zuständige Stadtrat Dominik Gresch. Solche Spezialklassen gibt es im Kanton zum Beispiel in Aarau und Untersiggenthal.