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Aargau Solothurn Zug-Unfall in Lenzburg: Ursache der Kollision bleibt unklar

Nach dem Zusammenstoss zweier Züge beim Bahnhof Lenzburg ist der Bahnverkehr am Donnerstag wieder nach Fahrplan gerollt. Die beim Unfall beschädigte Weiche wurde in der Nacht repariert. Der Unfall verursachte einen Schaden in Millionenhöhe. Offenbar fuhr der Güterzug an einem Rotlicht vorbei.

Der entgleiste Regionalzug in Lenzburg, daneben ein Arbeiter.
Legende: Der Regionalzug erlitt Totalschaden. Er kann aber vermutlich weggerollt werden, was die Bergung beschleunigt. Keystone

Die Arbeiten an der beschädigten Weiche in Lenzburg konnten kurz vor 6 Uhr abgeschlossen werden, wie die SBB mitteilte. Bei klirrender Kälte war die Bauequipe die ganze Nacht im Einsatz.

Zur Unfallursache gab es am Donnerstag keine neuen Erkenntnisse. Die SBB wartet die Untersuchung der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle ab. Das Gleis kann nach dem Unfall wieder normal befahren werden.

Güterzug fuhr an Rotlicht vorbei

Die Untersuchung der SUST ist zwar noch in Gang. Eine erste Analyse der Fahrdaten zeige jedoch, dass der Güterzug an einem Rotlicht vorbeigefahren sei, sagte Walter Kobelt, Leiter Bahnen und Schiffe der SUST, am Donnerstag auf Anfrage. Kobelt bestätigte damit einen Bericht der Internetseite der «Aargauer Zeitung».

Die Unfallursache sei damit noch nicht geklärt. Nun würden weitere Faktoren geprüft. So solle beispielsweise abgeklärt werden, ob der Lokführer übermüdet war. Zudem werde untersucht, ob sich das Signal am rechten Ort befand und was es anzeigte.

Regionalzug nach Kollision entgleist

Ein Postzug war in der Nacht auf Mittwoch einige Hundert Meter westlich des Bahnhofs Lenzburg mit einem Regionalzug seitlich zusammengestossen. Die beiden Lokführer blieben unverletzt. Im von Muri nach Aarau fahrenden Regionalzug befanden sich keine Passagiere.

Der Regionalzug entgleiste und musste von zwei Pneukranwagen wieder auf die Schienen gestellt werden. Bei der Lokomotive des Postzugs sprang ein Rad aus den Schienen. Die Bergungsarbeiten führten zu Umleitungen im Bahnverkehr auf der stark frequentierten Ost-West-Achse. Es kam zu Verspätungen und Zugsausfällen.