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Zukunft Arbeitswelt Was bedeutet Digitalisierung für niederschwelligere Berufe?

Was bedeutet die Digitalisierung für die Arbeitswelt? Und was heisst sie für EBA-Lernende, die die zweijährige Lehre absolvieren? Ist die Digitalisierung für sie eine Chance, weil sie den Zugang zu neuen Berufen ermöglicht? Oder werden die eher niederschwellige Arbeitsangebote wegdigitalisiert?

Viele Fragen und keine Patentrezepte – das zeigte die Podiumsdiskussion in Solothurn. Nicht weil die Podiumsteilnehmer keine Antworten haben, sondern weil die Rezepte vielseitig und flexibel sein müssen, das der Tenor am EBA-Forum im Alten Spital in Solothurn. Was es für jene, die eine zwei- statt dreijährige Lehre, absolvieren heisst, wenn Computer gewisse Arbeiten übernehmen, ist noch nicht absehbar.

1 + 1 = 3, das kann der der Computer nicht

Aus Sicht von Roger Spindler, Leiter Höhere Berufsbildung und Weiterbildung an der Schule für Gestaltung Bern & Biel, sind es allerdings eher gerade nicht die EBA-Berufe, die durch den digitalen Wandel bedroht sind. «In diesen Berufen sind ganz unterschiedliche Fähigkeiten gefragt, die sehr nahe und sehr praktisch sind. Gerade solche Fähigkeiten wird es in Zukunft vielleicht sogar noch mehr brauchen als heute», so Spindler.

Foto vom Podium
Legende: Ist die Digitalisierung eine Chance für EBA-Berufe? Im Alten Spital in Solothurn diskutierten (v.l.n.r.) Solomon Hagos, Vanessa Lee Hofmann (Lernende Logistiker EBA), Roger Spindler (u.a. Zukunftsinstitut Frankfurt), Christian Bösch (Berufsbildner) und Markus Ilg (Berufsschule Olten) unter der Leitung von SRF-Redaktorin Christiane Büchli (Mitte). SRF/Ralph Heiniger

Natürlich gäbe es die düsteren Zukunftsvisionen, in denen die Menschen durch die Maschinen aus der Arbeitswelt gedrängt würden. Aber Schwarzmalen sei fehl am Platz, findet Spindler. «Den kreativen, quer denkenden Menschen wird es immer brauchen.

Dass wir die feinen Grautöne zwischen weiss und schwarz oder eins und Null zu unterscheiden wissen, das macht uns als Menschen aus. Menschen können auch lernen, dass eins und eins unter Umständen auch drei ergeben kann.» Dies auch einem Computer beizubringen sei «schwierig», so Spindler.

EBA-Tag in Solothurn

Der EBA-Tag im Alten Spital Solothurn hat sich etabliert. Der 9. Infotag informiert über die möglichen Berufe der zweijährigen Berufslehre (Eidgenössisches Berufsattest EBA, im Vergleich zur EFZ-Lehre). Rund 700 Schüler haben die Standaktionen und Workshops dieses Jahr besucht, freuen sich die Organisatoren. Das Forum am Abend wurde von rund 50 Personen besucht.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Ganz einfach noch mehr prekarisierte Jobs. Noch mehr Menschen, die auf Gedeih und Verderb den Arbeitgebern ausgesetzt sind. Denn es sollte klar sein, diese Form von kapitalitischer gewinnmaximierender Wirtschaft braucht Menschen, die auf Stellen angewiesen sind, die noch so schlecht und unnütz sein können. Diese Form von Wirtschaften beruht ja auf dem Prinzip der Verknappung
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