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Zukunft der Stromversorgung Kölliken und Windisch wollen ihre Elektrizitätswerke behalten

Anzahl Stimmen


Ja
Nein
Kölliken (Ja zum Aktienverkauf)477 (34%)
910 (66%)
Windisch (Ja zur Rechtsformänderung)871 (42%)
1215 (58%)
  • In Kölliken soll das lokale Elektrizitätswerk in der Hand der Gemeinde bleiben.
  • Das Stimmvolk in Kölliken lehnt einen Verkauf des Kölliker EWs deutlich ab, mit knapp 65 Prozent.
  • In Windisch soll das Elektrizitäts- und Wasserwerk weiterhin ein Gemeindebetrieb bleiben und nicht in eine AG umgewandelt werden.
  • Die Stimmbürger in Windisch sagen deutlich Nein zu einem Kredit, mit dem die Umwandlung des EWW in eine Aktiengesellschaft vorbereitet worden wäre.

Für den Gemeinderat Windisch ist der Ausgang der Abstimmung eine Niederlage. Er hätte das Elektrizitäts- und Wasserwerk in eine AG umwandeln wollen. Dagegen wehrte sich ein Komitee unter der Führung der SP. Man verliere die Kontrolle über die Wasser und Strom-Versorgung, wenn man das EW in eine private AG umwandle.

Diese Argumentation verfing bei den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern offenbar. Gut 57 Prozent sagen Nein zur Umwandlung. Mirjam Aebischer vom Referendumskomitee freut sich: «Strom und Wasser sollen nicht privatisiert werden; sie sind ein gemeinsames Gut». Diese Rechtsformänderung ist nun vom Tisch, sagt der zuständige Gemeinderat auf Anfrage von Radio SRF.

Auch Kölliken will Kontrolle über EW behalten

In der Westaargauer Gemeinde Kölliken ging es schon um einen nächsten Schritt. Im Gegensatz zu Windisch hat Kölliken das EW bereits in eine AG umgewandelt. Nun wollte der Gemeinderat das komplette Aktienpaket an die Eniwa AG (früher IBAarau) verkaufen. Das kam beim Volk aber schlecht an.

Bei einer eher hohen Stimmbeteiligung von 50 Prozent sagen knapp 65 Prozent der Stimmbürgerinnen und -bürger Nein zum Verkauf des EW. Nach einem intensiven Abstimmungskampf freut sich Sebastian Wildi vom Komitee «Unser EW behalten». «Wir haben die Leute überzeugt, dass man nicht etwas aus den Händen gibt, das schwarze Zahlen schreibt», analysiert er den Abstimmungsausgang im Dorf.