Zwei Unfälle legen Verkehr zwischen Aarau und Olten lahm

Wegen eines Suizides im Bahnhof Schönenwerd und eines Autounfalls im Raum Aarau gab es am Montag im morgendlichen Berufsverkehr erhebliche Behinderungen.

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SBB-Nadelöhr Schönenwerd

2:25 min, aus Schweiz aktuell vom 14.1.2013

Wenn an einem Montagmorgen auf dem SBB Schienennetz bei Olten mehrere Gleise gesperrt werden müssen, hat das grosse Folgen für die Pendler. Wenn gleichzeitig wegen einem Autounfall die Strasse zwischen Aarau und Olten gesperrt wird, dann wird es sehr mühsam.

Genau das ist am Montagmorgen passiert. Wegen eines Personenunfalls mussten beide Gleise im Bahnhof Schönenwerd gesperrt werden. „Und das genau vor der Rushhour und an einem schwierigen Ort“, betont SBB-Mediensprecherin Lea Meyer. Dort habe die SBB ein Nadelöhr und könne nicht so schnell reagieren wie an anderen Stellen.

Umleitung schwierig

Für einen voll besetzten Intercity-Zug mit mehreren 100 Passagieren könne man nicht einfach Busse bestellen. In diesem Fall habe man versucht, die Zugsstrecke so schnell wie möglich wieder freizugeben. Um 7 Uhr konnte zumindest ein Gleis wieder befahren werden, um 9.20 Uhr das zweite, erklärt die SBB.

In diesen gut vier Stunden war aber die gesamte Achse zwischen Lausanne und St. Gallen vom Zwischenfall betroffen. Viele Bahnpassagiere mussten längere Zeit warten, andere konnten auf Busse umsteigen. 

Nach der Schiene auch Strasse gesperrt

Um 6.45 Uhr kam es auch auf Aarauer Schachenstrasse zu einem Unfall, der zu einer Sperrung der ganzen Strasse führte. Ein Autolenker überfuhr auf dem Fussgängerstreifen einen 53-Jährigen und verletzte diesen schwer.

Die Verbindungsstrasse zwischen Aarau und Olten bliebt dadurch rund drei Stunden gesperrt. Damit kam es nach dem Schienenverkehr auch auf dem Strassenverkehr im Raum Olten-Aarau zu erheblichen Behinderungen.

Suizid kann geplant sein

Pendler am Bahnhof

Bildlegende: Wartezeiten, Zugsausfälle und Chaos auf den Strassen: Der Verkehr in der Region am Montagmorgen war erheblich gestört. Keystone

Ein Suizid mitten im Berufsverkehr, und dann noch nahe dem Eisenbahnknotenpunkt Olten. Das kann geplant sein, meint Prof. Dr. Martin Hatzinger, Chefarzt der Erwachsenenpsychiatrie im Kanton Solothurn. Manche Personen planen ihren Suizid von langer Hand und suchen sich dafür gar neuralgische Punkte aus, erklärt der Chefarzt.

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