Zwiebelmarkt Oensingen – junge, aber starke Tradition

Von den Zwiebeln hat der Markt seinen Namen. Aber nur noch eine kleine Minderheit der Stände verkauft überhaupt noch Zwiebeln und Zwiebelprodukte. Trotzdem lebt der Oensinger Zwiebelmarkt. Für die Vereine ist er eine wichtige Einnahmequelle. Sie bieten eine bunte Palette von Gerichten an.

In Oensingen ist jeweils am Montag nach dem letzten Oktoberwochenende schulfrei. Der Grund: Die Dorfjugend soll Gelegenheit haben, den Zwiebelmarkt zu besuchen. Dieser beginnt zwar jeweils schon am Samstag. Am Montag ist aber Haupt-Markttag. Dann kommen viele Standbetreiber aus der ganzen Schweiz.

Samstag und Sonntag sind den einheimischen Vereinen vorbehalten. 35 von ihnen betreiben Stände. Einige davon bieten Kunstwerke aus Zwiebeln feil, andere verwöhnen das Publikum mit kulinarischen Spezialitäten. Raclette, Zwiebelwähe, Bratwurst – jeder findet das passende Menü.

Der Oensinger Zwiebelmarkt findet zum 47. Mal statt. Gegründet wurde er 1968 nach der 1000-Jahr-Feier der Gemeinde. Unterdessen hat sich der Markt zu einem Besuchermagneten entwickelt, der weit über die Dorfgrenzen hinaus bekannt ist.

OK-Chef Hans Schnider ist überzeugt, dass das auch in Zukunft so bleibt. Das Interesse von Standbetreibern sei gross, sagt er. Aber nur immer wachsen, das sei nicht sein Ziel. «Im Vordergrund steht ganz klar die Qualität und nicht die Masse.» Jeder Stand soll möglichst exklusiv sein.

Oensinger Zwiebelmarkt

Der Markt mit 60 Ständen ist das Herzstück des dreitägigen Anlasses in Oensingen. Fünf davon bieten exklusive Zwiebel-Kreationen an. Teil des Marktes ist aber auch immer die Oensinger Gewerbeausstellung. Und ein grosser Vergnügungspark gehört ebenfalls dazu.