2016er Baselbieter wird trotz schwierigen Bedingungen gut

Die Rebsaison 2016 forderte den Winzern alles ab. Vor allem der späte Frost und der verregnete Sommerstart waren alles andere als ideal.

Aeltere Frau schneidet Traube ab.

Bildlegende: Die Baselbieter Winzer haben ein schwieriges Jahr hinter. Keystone

Die Rebsaison begann mit einem späten Frost, der in besonders exponierten Lagen Schaden hinterliess. Darauf folgte ein verregneter und zu kalter Sommerstart, der die Entwicklung der Trauben um zwei Wochen verzögerte. «In dieser Phase war der Pilzdruck für die Reben sehr hoch», sagt Andreas Buser vom Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain. Dieser habe den Reben auch in der zweiten, heissen und trockenen Sommerhälfte anfänglich zu schaffen gemacht: «Wegen den durchnässten Böden war die Luftfeuchtigkeit hoch.»

Das heisse trockene Wetter förderte jedoch das Wachstum und die Reifung, so dass der Rückstand jetzt nur noch eine Woche beträgt. «Trotz schwierigen Bedingungen dürfen wir mit einem guten Jahrgang rechnen», prophezeit Buser. Wichtig ist nun, dass es die nächsten zwei Wochen trocken bleibt und die Nächte kalt sind.

Mit Tonerde gegen die Kirschessigfliege

Aber auch Schädlinge wie die Essigfliege oder der Traubenwickler haben vereinzelt für Schäden gesorgt. «Eine Epidemie hatten wir allerdings nicht», so Buser. Da die Kirschessigfliege vor alle von blauen Früchten angezogen wird, ist der Rebberg in Muttenz mit Tonerde eingesprüht worde. «Das ist ein natürliches Schutzmittel und nützt recht gut», erklärt Buser.