3er Tram soll nach St. Louis fahren

Der Basler Grosse Rat will die Verlängerung der Tramlinie 3 nach Frankreich. Das grenzüberschreitende Projekt hat im Rat eine Mehrheit gewinnen können. Nur die SVP ist dagegen.

Tram beim Spalentor

Bildlegende: Die Tramlinie 3 soll in Zukunft bis nach St. Louis fahren. Im Grossen Rat hat das Projekt gute Chancen. Bildarchiv BVB

Der Entscheid war klar: Mit 79 zu 7 Stimmen sagt der Grosse Rat ja zur Verlängerung der Tramlinie 3 nach St. Louis. Das Tramprojekt soll primär die Strassen entlasten und bis 2017 fertig gebaut sein.

Die SVP ist dagegen

Gegen das 33 Millionen Franken teure Projekt wehrte sich vor allem die SVP-Fraktion. Sie befürchtet, dass durch den Bau viele Parkplätze verloren gehen. Von den 33 Millionen Franken übernimmt der Bund ein Drittel. Der Kanton Basel-Stadt muss also um die 22 Millionen Franken selber berappen. Auf der französischen Seite summieren sich die Investitionen auf rund 56 Millionen Franken.

Warten auf Entscheid zum Margarethenstich

Die anderen bürgerlichen Parteien sprachen sich für das Tram-Projekt aus. Dies im Gegensatz zum Projekt Margarethenstich, über den das Leimental direkt mit dem Bahnhof SBB verbunden werden soll. Hier zeichnet sich ähnlicher Widerstand ab wie unlängst gegen das Erlenmatt-Tram, das die Bürgerlichen mit Erfolg über ein Referendum verhinderten.

Dass es sich beim Margarethenstich um ein heikles Thema handelt, zeigt auch, dass die Umwelt- und Verkehrskommission dazu noch keinen Beschluss gefasst hat, obwohl die Regierung die Vorlage schon im letzten Jahr verabschiedet hat.