Ackermann holt im Rennen um Basler Regierungspräsidium auf

Im Rennen um das Basler Regierungspräsidium zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Das zeigt die neue Umfrage zu den Basler Wahlen im Auftrag der «Basellandschaftlichen Zeitung» und der «Tageswoche». In einer ersten Umfrage vor einem Monat lag der Kandidat der Freisinnigen deutlich vorn.

Die Kandidierenden für die Basler Regierung.

Bildlegende: Laut der zweiten Umfrage kann rot-grün die Mehrheit in der Regierung halten. SRF/Montage: Juri Schmidhauser

Im Rennen um die restlichen Regierungsratssitze zeichnet sich ein ähnliches Bild ab wie bei der ersten Umfrage. Mit Ausnahme von Hans-Peter Wessels (SP) dürften die Bisherigen und der neue Kandidat Conradin Cramer (LDP) im ersten Wahlgang das absolute Mehr erreichen.

Einen zweiten Anlauf benötigen voraussichtlich Hans-Peter Wessels (SP) sowie Elisabeth Ackermann (Grüne) und Lorenz Nägelin (SVP). Und auch hier konnte die Kandidatin der Grünen Punkte gut machen und liegt laut der Umfrage nun vor dem Kandidat der SVP.

Damit kann Rot-Grün laut der Prognose die Mehrheit in der Regierung halten. Entsprechend zufrieden zeigt sich Elisabeth Ackermann: «Das Umfrageergebnis freut mich, aber die Wahl ist damit natürlich noch nicht geschafft.»

Bei den Bürgerlichen dagegen ist die Umfrage ein Euphorie-Dämpfer. Vor fünf Wochen, nach der ersten Umfrage, spürten sie Rückenwind und glaubten daran, den Machtwechsel schaffen zu können. Nun klingt es nüchterner. «Das Umfrageergebnis ist ein Alarmzeichen, dass wir weiter mobilisieren müssen», sagt Joel Thüring von der SVP.

Rechtsrutsch im Grossen Rat

Im Grossen Rat zeichnet sich dagegen ein Rechtsrutsch ab. Zulegen können laut der Umfrage vor allem die LDP und die SVP. In den Prognosen werden das Grüne Bündnis sowie die Mitte-Parteien zu den Verlierern zählen.

Die Umfrage führte das Institut «Sotomo» im Auftrag der «Basellandschaftlichen Zeitung» und der «Tageswoche» durch. Es wurden 1'670 Personen befragt. Die Daten für die Umfrage wurden anfangs Oktober erhoben und damit noch bevor Baschi Dürr wegen der Dienstwagen-Affäre und einem angeblichen Sex-Skandal bei der Basler Polizei in die Schlagzeilen geriet.