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Ältestes AWK Frankreichs Atomkraftwerk Fessenheim bald wieder am Netz

AKW Fessenheim, man sieht zwei Reaktoren, einige andere Bauten und den Fluss.
Legende: Einige Gemeinden und Städte am Oberrhein kämpfen gemeinsam für die Abschaltung des AKW Fessenheim. Keystone

Nach knapp zwei Jahren vom Netz wird einer der beiden Reaktoren des elsässischen Atomkraftwerks Fessenheim wieder hochgefahren. Damit sind ab Freitag wieder beide Atommeiler der Anlage in Betrieb, wie aus einer ständig aktualisierten Übersicht des Übertragungsnetzbetreibers RTE hervorgeht. Der Druckwasserreaktor Fessenheim 2 war Mitte Juni 2016 abgeschaltet worden, weil die Atomaufsicht ein Prüfzertifikat entzogen hatte.

Trinationaler Atomschutzverband

Der Trinationale Atomschutzverband (TRAS) will den Bau und den Betrieb von Atomkraftwerken in der Region verhindern. Ihm gehören mehr 230 Mitglieder an; neben gut 100 Einzelpersonen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz sind das 69 Städte oder Gemeinden, darunter auch Basel-Stadt und einige Baselbieter Gemeinden, 40 Organisationen sowie auch kirchliche Einrichtungen.

Gegen das AKW Fessenheim hat TRAS 2008 in Strassburg und in Paris Anklage erhoben mit der Forderung, das älteste AKW Frankreichs abzustellen. TRAS unterstützt den von der Schweiz beschlossenen Atomausstieg und wendet sich gegen die fünf bestehenden AKW in Leibstadt, Beznau, Gösgen und Mühleberg.

Zudem fordert TRAS, dass rund um AKW Krebsregister geführt werden. Heikle Daten wie vorhandene Erdbebenanalysen sollen veröffentlicht werden. Risiken dürfen nicht mehr verharmlost werden.

Die Anlage in unmittelbarer Nähe zur schweizer und zur deutschen Grenze ist das älteste noch laufende Atomkraftwerk Frankreichs und gilt Kritikern als Sicherheitsrisiko. Neben Umweltorganisationen setzen sich auch die Basler Regierungen und etliche Baselbieter Gemeinden für die Abschaltung des AKW ein. Es soll nach derzeitigem Planungsstand Ende 2018, Anfang 2019 vom Netz gehen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    "Strom sparen", muss die Devise sein und zwar von jeder/jedem einzelnen BürgerIn!! Bei sich selbst beginnen mit umsichtigem, verantwortungsvollem "Konsumieren - Handeln"!!!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Die "tod-sicheren" alten AKWs und deren ebenfalls "tod-sicheren" radioaktiven Abfälle auf ewig, werden in und um die Schweiz immer mehr zur direkten Gefahr der Schweizer BürgerInnen! Fragen dazu: wie würden die teuren Zuständigen bei einer aktuellen Katastrophe mit Radioaktivität, tausende/zehntausende von BürgernInnen schnell und sicher unterirdisch evakuieren und für einen längeren Zeitraum ernähren, betreuen??? Fakt ist: "es gibt dafür keinen entsprechenden und sicheren "PLAN"!!??
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Als einsichtige, verantwortungsvolle BürgerInnen vor vielen Jahrzehnten auf die Strasse gingen und gegen den Bau von - damals schon - "tod-sicheren" AKW's und den ebensolchen radioaktiven Abfällen protestierten, wurden diese von der Masse der Befürwortenden überstimmt! Nun sind die "tod-sicheren" AKW's alt und beginnen mit funktionsuntüchtigkeit! Daher ist nun die aktuelle Frage: wohin mit den auf ewig tödlich strahlenden "AKW's und deren radioaktiven Abfällen" in unsicheren Deponien??
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