Allschwil steht vor einer Richtungswahl

In den Gemeinderatswahlen vom 22. September wollen die rot-grünen Parteien die bürgerliche Mehrheit in der Allschwiler Regierung knacken. Sie können sich Chancen ausrechnen, zumal bei den Bürgerlichen nicht alle an einem Strick ziehen.

Gemeindezentrum Allschwil

Bildlegende: Bleibt der Allschwiler Gemeinderat bürgerlich dominiert oder nicht? Paul Menz

Momentan sind im siebenköpfigen Allschwiler Gemeinderat die Bürgerlichen in der Mehrheit mit je zwei CVP-Sitzen und FDP-Sitzen nebst drei SP-Vertretungen. Wer also den Sitz des früheren Gemeinderats Anton Lauber erbt, hat in der Allschwiler Regierung die Mehrheit auf seiner Seite.

Um den begehrten Sitz bewerben sich fünf Kandidatinnen und Kandidaten. Sehr gut positioniert ist der CVP-Kandidat Franz Vogt, der aus der gleichen Partei kommt wie Anton Lauber und überdies auch von der Allschwiler FDP unterstützt wird.

Rot-grüner Machtanspruch

Doch mit der Kandidatin Julia Gosteli wollen die Grünen der CVP ihren Sitz streitig machen. Unterstützt werden sie von der SP. Sie bedrohen damit die bürgerliche Mehrheit in der Allschwiler Regierung. Da die Grünen und SP in der Allschwiler Gemeindepolitik ähnliche Wähleranteile haben wie die CVP und FDP, sind sie für diesen Machtkampf gut aufgestellt.

Bürgerliche uneinig

Dies umso mehr, als die Bürgerlichen nicht alle an einem Strick ziehen. Nicht nur der Parteilose Heinz Giger und die BDP mit Jacqueline Misslin stellen nämlich eigene Kandidaturen. Auch die SVP, die im Einwohnerrat heute 7 von 40 Sitzen stellt, schickt mit Pascale Uccella eine eigene Kandidatin in die Gemeinderatswahlen vom 22. September. Damit nimmt die SVP aber dem CVP-Kandidaten Stimmen weg, und stärkt indirekt die grüne Kandidatin. Zumindest im ersten Wahlgang. Bei einem schlechten Abschneiden im ersten Wahlgang würde die SVP ihre Kandidatur hingegen zurückziehen, so die SVP Allschwil gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.