Alters- und Pflegeheim Binningen von Vorwürfen entlastet

Ein Untersuchungsbericht entlastet das Alters- und Pflegeheim Schlossacker in Binningen weitgehend von schweren Vorwürfen. Diese seien von der Presse aufgebauscht worden, sagt nun Stiftungsratspräsident Thomas M. Petitjean. Doch der Bericht konnte nicht alle Vorwürfe von der Hand weisen.

Portrait des Stiftungsratspräsidenten Thomas M. Petitjean.

Bildlegende: Stiftungsratspräsident Thomas M. Petitjean leitet Massnahmen im Alters- und Pflegeheim Schlossacker ein. zVg

Noch im Frühling dieses Jahres sah sich die Leitung des Alters- und Pflegeheims Schlossacker in Binningen mit schweren Vorwürfen konfrontiert. In der Presse war von schweren Missständen zu lesen, von vernachlässigten Bewohnerinnen und Bewohnern und überfordertem Personal.

Ein Untersuchungsbericht entlastet nun das Alters- und Pflegeheim von diesen schweren Vorwürfen, sieht aber gleichzeitig Handlungsbedarf. So sagt auch der Stiftungsratspräsident Thomas M. Petitjean im Gespräch mit dem Regionaljournal Basel, die Vorwürfe seien nicht aus der Luft gegriffen, aber sie seien übertrieben und nicht abgeklärt worden.

Der Bericht nennt aus Datenschutzgründen nicht alle Details, spricht aber von einem strukturellen Defizit. Damit sei ein nicht optimaler betrieblicher Ablauf gemeint, erklärt Petitjean. Dieses Defizit sei erkannt und in der Zwischenzeit behoben worden. So sei heute ein praktisch neues Führungsteam im Amt. Der Stiftungsratspräsident spricht von einem Neuanfang.

Zehn Massnahmen eingeführt

Aufgrund des Untersuchungsberichtes beschloss der Stiftungsrat zehn Massnahmen. So sollen unter anderem die öffentlichen Räume schöner gestaltet werden und die Begegnungszonen verbessert werden.

Zudem werde eine professionelle Anlaufstelle für Beschwerden eingerichtet. Diese soll niederschwellig erreichbar sein für alle Heimbewohnerinnen und Bewohner sowie für deren Angehörige und auch für das Personal.

Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr