Alterspresi Thüring redet Baselbieter Bürgerlichen ins Gewissen

Im neu zusammengesetzten Landrat hätten die gestärkten bürgerlichen Parteien eine besondere Verantwortung. Aber auch die Linke dürfe sich nicht in Fundamental-Opposition üben, so der Aufruf des SVP-Landrats Georges Thüring.

Georges Thüring

Bildlegende: Georges Thüring appellierte an das Verantwortungsbewusstsein seiner Kolleginnen und Kollegen. SRF

An der ersten Sitzung des neu zusammengesetzten Landrats hielt traditionsgemäss der Älteste des Parlaments, der Alterspräsident Georges Thüring (SVP), eine Ansprache. Er wies darauf hin, dass der Landrat in der nächsten Legislaturperiode bürgerlicher sei als vorher. SVP und FDP hätten zusammen schon fast die Mehrheit: «Aus diesem Grund tragen diese Parteien besondere Verantwortung.» Aber auch die in den Wahlen unterlegenen Linken dürften nun nicht Fundamental-Opposition betreiben, sagte Thüring.

Der jüngste Landrat, Diego Stoll von der SP, hielt eine konziliante Rede. Es sei wichtig, dass man dem politischen Gegner gut zuhöre: «Zuhören ist die Voraussetzung für jeden Kompromiss und jede Lösung. Und Lösungen sind in dieser Legislatur besonders gefragt.»

An der ersten Sitzung wählte das Parlament Franz Meyer (CVP) zum neuen Landratspräsidenten. Er erhielt 74 von 90 Stimmen. Anton Lauber wurde mit 76 von 90 Stimmen zum Regierungspräsidenten gewählt.