Am Euroairport boomt der Schmuggel von verbotenen Lebensmitteln

Die Zollverwaltung hat letztes Jahr am Flughafen soviel verbotene Lebensmittel beschlagnahmt wie überhaupt noch nie. Über acht Tonnen davon wurden vernichtet.

Schalter der Grenzwache am Flughafen Basel-Mulhouse

Bildlegende: Schmuggel verbotener Lebensmittel hat am Euroairport zugenommen. Keystone

Der Zollkreis Basel wickelt fast die Hälfte des schweizerischen Aussenhandels ab. Alles in allem nahmen die Verzollungen - Import, Export und Transit - gegenüber dem Vorjahr zu. Trotzdem gingen die Einnahmen um 17 Prozent um über eine Milliarde Franken zurück. Ein Grund dafür dürfte der starke Franken sein, der zu einem tieferen Wert der importierten Waren und entsprechend tieferer Mehrwertsteuer führt.

Einen neuen Rekord vermeldet der Zoll beim Versuch von Flugpassagieren, am Euroairport Basel-Mulhouse verbotene Lebensmittel einzuführen. 8,5 Tonnen dieser Waren wurden vernichtet. In Zusammenhang mit organisiertem Schmuggel führte die Zollfahndung über 800 Strafverfahren durch.

Nach wie vor auf hohem Niveau liegt die Beanstandungsquote beim Schwerverkehr: Bei über 40 % der rund 18'000 kontrollierten Lastwagen stellte der Zoll Mängel fest. Dies entspricht etwa den Zahlen des Vorjahres. Fast jeder dritte Lastwagen hatte Übergewicht. Ebenfalls bei rund einem Drittel wurde das Höchstmass überschritten. Ebenfalls häufig wiesen die Fahrzeuge Mängel bei der Ladungssicherung auf.

Starke Zunahme bei den Flüchtlingen

Die Zahl der an der Grenze aufgegriffenen sogenannten rechtswidrigen Aufenthalter, also Flüchtlinge, hat sich im letzten Jahr gesamt schweizerisch mehr als verdoppelt. Im Vergleich zu den anderen Grenzregionen liegt diese Zahl in der Nordschweiz allerdings relativ tief: Nur etwa jeder fünfte Fall betraf den Grenzabschnitt von Basel bis Schaffhausen. Das ist weniger als in der Ostschweiz und etwas mehr als in der Romandie. Die mit Abstand höchste Zahl kam von der Südgrenze im Tessin.