«An der Museumsnacht habe ich zwei Seelen in meiner Brust»

Michael Kessler leitet das Pharmazie-Historische Museum in Basel. An der Museumsnacht darf das Museum rund 4000 Besucher begrüssen - das ist ein Viertel der jährlichen Besucherzahl.

Michael Kessler, Leiter des Pharmazie-Historischen Museum in Basel.

Bildlegende: Michael Kessler, Leiter des Pharmazie-Historischen Museum in Basel. SRF

Am Freitag findet in Basel die 15. Museumsnacht statt. Sie ist jedes Jahr ein Publikumsgarant. Gerade kleinere Institutionen haben dabei jeweils einen Besucherandrang, den sie an anderen Tagen im Jahr nicht erleben.

Das gilt auch für das Pharmazie-Historische Museum. An der Museumsnacht kommen jeweils rund 4000 Besucherinnen und Besucher in seine Räumlichkeiten - das ist ein Viertel der gesamten jährlichen Besucherzahl.

«Für unser Museum ist die Museumsnacht eine wichtige Sache», sagt der Museumsleiter Michael Kessler im «Wochengast»-Interview. «Wir sind ein kleines Museum, viele Leute kennen es nicht. Da ist die Museumsnacht willkommene Werbung, zumal wir ansonsten für Werbung kein Budget haben.»

Belastung für das Museum

Dennoch sagt Michael Kessler, dass er an der Museumsnacht «zwei Seelen in der Brust» habe. Es sei eine «enorme Belastung, derart viele Leute durch unser kleines Haus zu führen».

Ein paar Sorgenfalten bereitet ihm, dass sich Regen ankündigt für die Museumsnacht. «Das bringt Feuchtigkeit in unser Museum, was aus konservatorischer Sicht ein Problem ist.»

Um die Ausstellungsgegenstände zu schützen, «müssen wir Schmutzschleusen machen, mit der Lüftung arbeiten und die Leute bitten, dass sie ihre Mäntel draussen lassen.»

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)