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Anfänge des St. Jakob-Parks Wie das «Joggeli» die WM-Spiele nach Basel holte

Die Fussball WM 1954 war an die Schweiz vergeben worden. Auch Basel sollte Spielort sein. Doch in der Volksabstimmung vom 23. November 1952 lehnten die Männer von Basel-Stadt - Frauen durften erst 14 Jahre später an die Urne – den Bau des «Wettkampfstadions St.Jakob» ab. Der damalige Präsident der Sport Toto-Gesellschaft, Ernst B. Thommen, reagierte sofort und gründete mit Freunden die «Genossenschaft Fussballstadion St.Jakob». Ihr gelang es, in der für heutige Verhältnisse undenkbaren Zeit von nur knapp einem Jahr, das «Joggeli» zu bauen. Die Durchführung der WM-Spiele 1954 war damit gesichert.

Seither sind Jahrzehnte vergangen. Weil das St. Jakobstadion für internationale Spiele den modernen Ansprüchen nicht mehr genügte, wurde an seiner Stelle 1999 und 2000 der St. Jakob-Park gebaut.

Nicht alles ist geregelt

Doch geblieben sind die Besitzverhältnisse. Der Boden gehört dem Staat und das Stadion der Genossenschaft. Die Firmen der heutigen Mantelnutzung sind in der sogenannten Stockwerkeigentümerschaft vereinigt. Und der FC Basel 1893? Markus Lehmann, der Präsident der Genossenschaft mit dem neuen Namen «Genossenschaft Stadion St. Jakob-Park»: «Der FCB ist bei uns Hauptmieter. Der zu entrichtende Jahreszins beträgt 3,8 Millionen Franken. Dafür darf er das Stadion auch vermarkten. Wenn der Klub die Champions League erreicht, ist noch eine Million fällig.»

Und wenn es «nur» die Europa League wäre? Lehmann muss rasch leer schlucken, als er das Manko erkennt: «Ja, dann werden wir uns schon finden, denn wir haben mit dem FCB unter Bernhard Burgener ein prima Einvernehmen.»

Ja, dann werden wir uns schon finden.
Autor: Markus LehmannPräsident Genossenschaft Stadion St. Jakob

Das wirkt sich auch auf das genossenschaftliche Tagesgeschäft aus. In Rücksprache mit seinem Mieter nimmt die Genossenschaft regelmässig bauliche Reparaturen und Veränderungen vor, um das Stadion in optimalem Stand zu halten. Das wird an der GV auch den Genossenschaftern mitgeteilt, die zum Preis von 500 Franken für einen Anteilschein Mitglied sind. In einem sicherlich flammenden Appell wird Präsident Lehmann auch auf seine Vision hinweisen: «Wir sind jetzt rund 900 Genossenschafter. Wir wollen die 1000er-Marke erreichen und die Genossenschaft in der breiten Öffentlichkeit noch bekannter machen.»

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