Angestellte am EAP müssen ihre Privatversicherung aufgeben

Laut dem französischen Grenzgängerverband besteht ab Mai 2015 das Risiko, dass die Schweizer Unternehmen die Krankenkassenbeiträge ihrer französischen Angestellten zahlen müssen - und deswegen den EAP verlassen könnten.

Arbeiter schraubt in Hangar an Flugzeugturbine.

Bildlegende: Die meisten Beschäftigten im Schweizer Sektor des Euroairport kommen aus dem Elsass. Keystone

Bisher konnten sich die französischen Arbeitnehmer, die bei einem schweizerischen Unternehmen am Euro-Airport tätig waren, privat versichern lassen. Für Frankreich ist dies ungewöhnlich. Normalerweise ist dort der Arbeitgeber für die Versicherung seiner Angestellten zuständig. Spätestens ab 2015 aber ist es den französischen Angestellten am Euro-Airpot nicht mehr möglich, diesen Spezialvertrag zu verlängern und sich weiterhin privat versichern zu lassen

Nun befürchtet der Grenzgängerverband, dass die Schweizer Unternehmen dazu verpflichtet werden könnten, die Krankenkassenbeiträge ihrer französischen Angestellten zu bezahlen - und zwar nach Frankreich, wo die Beitrag viel höher sind. Jean-Luc Johaneck, Präsident des Grenzgängerverbands: «Dies macht den Standort Euro-Airport noch unattraktiver für Schweizer Unternehmen. Die Gefahr besteht, dass sie deswegen wegziehen und Arbeitsplätze verloren gehen».