Angst ums Trinkwasser: Einsprache gegen Sondermüll-Anlage

Die Umweltschutz-Organisation WWF hält die geplante Sondermüll-Anlage in Grenzach-Wyhlen (D) für problematisch.

Das Bild zeigt einen Wasserhahn.

Bildlegende: Der WWF macht sich Sorgen um das Basler Trinkwasser. Grund: Die geplante Sondermüll-Anlage in Grenzach-Wyhlen. Keystone

Die auf dem BASF-Areal in Grenzach-Wyhlen (De) geplante Anlage weist eine Jahreskapazität von 60'000 Kubikmetern flüssigen Abfällen sowie 80'000 Tonnen festen Abfällen auf. Vorgesehen ist, dass die in der Kläranlage der BASF gereinigten Abwässer aus der Anlage in den Rhein eingeleitet werden.

Die Abwasser-Einleitung käme laut WWF am rechten Rheinufer rund zwei Kilometer oberhalb des Birsfelder Stauwehrs zu liegen. Der WWF weist darauf hin, dass dort Rheinwasser angesaugt werde für die Basler Trinkwasseraufbereitung in den Langen Erlen.

Offen sei etwa, ob bei einer Havarie diese Pumpen schnell genug abzustellen sind. Der WWF geht von variierenden Schadstoffen aus, die in der Anlage behandelt würden. Das im November 2012 publizierte Baugesuch lasse offen, welche Substanzen im Normalbetrieb in der Rhein gelangen würden. Zudem sei angesichts der in der Region sinkenden Produktionskapazitäten zu befürchten, dass zu behandelnde Abfälle von weither per Lastwagen herangekarrt würden.

Geplant wird die Anlage von der in Gütersloh (D) domizilierten Firma Zimmermann. Sie hat Kundschaft in Baden-Württemberg und der Schweiz im Visier. Gemäss Angaben beim Abschluss einer Vereinbarung mit BASF vor gut einem Jahr sollen rund 6 Millionen Euro investiert und über 50 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Einsprachefrist zum Genehmigungsantrag läuft bis 21. Januar 2013.