Anton Lauber ist der heimliche Gewinner des ersten Wahlgangs

Der Allschwiler Gemeindepräsident will für die CVP in die Baselbieter Regierung - und hat sehr gute Wahlchancen.

Anton Lauber 2011 bei der Taufe eines Swiss-Airbus' auf den Namen seiner Gemeinde Allschwil

Bildlegende: Hebt Anton Lauber bald in kantonale Regierungssphären ab? Keystone

Der heimliche Wahlsieger vom Wochenende heisst Anton Lauber. Der 52-jährige Gemeindepräsident von Allschwil ist der einzige Baselbieter CVP-Spitzenpolitiker, der bei den Wahlen im Mai für die Nachfolge des verstorbenen Regierungsrats Peter Zwick kandidieren will. Und er profitiert davon, dass es bei der Ersatzwahl für den abtretenden Finanzdirektor Adrian Ballmer am Wochenende keinen Sieger gab.

Der Grund: SP und SVP konzentrieren sich nun ganz auf den zweiten Wahlgang vom April um den freiwerdenden Ballmer-Sitz. Eric Nussbaumer (SP) und Thomas Weber (SVP) liefern sich dort ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Und derzeit sieht es nicht danach aus, dass diese zwei Parteien wenige Wochen später erneut antreten - diesmal gegen die CVP bei der Wahl für den zweiten offenen Regierungssitz.

Die SVP-Parteispitze signalisiert nämlich schon heute, dass sie bei der Zwick-Ersatzwahl ihrem bürgerlichen Bündnispartner CVP den Vortritt lassen möchte. «Ich persönlich bin der Meinung, dass wir nicht gegen die CVP antreten sollten», sagt SVP-Präsident Oskar Kämpfer.

Und ob die SP antritt, ist ebenfalls fraglich. Gewinnt SP-Kandidat Nussbaumer die Wahl im April gegen den SVP-Kandidaten, dann dürfte die SP keine Amibitionen auf einen weiteren Regierungsatssitz haben. Verliert Nussbaumer die Wahl, dann wird es für die SP schwierig, einen neuen Kandidaten innert weniger Wochen aufzubauen. Und dass Nussbaumer im Falle einer Niederlage erneut antritt, das ist unwahrscheinlich.