Anton Lauber: Mit angezogener Handbremse in den Wahlkampf

Seit acht Jahren ist er Präsident der grössten Baselbieter Gemeinde Allschwil - nun stebt Anton Lauber nach Höherem. Die CVP hat ihn am Mittwoch zum Regierungsratskandidaten für die Nachfolge von Peter Zwick gekürt.

CVP-Präsidentin Sabrina Mohn und CVP-Regierungsratskandidat Anton Lauber.

Bildlegende: Blumen von der Präsidentin: CVP-Kandidat Anton Lauber und Parteichefin Sabrina Mohn. SRF

Seine politische Karriere startete Anton Lauber 1996, als er in den Gemeinderat von Allschwil gewählt wurde - zuständig für Soziales und Präsident der Sozialhilfebehörde. Vor acht Jahren wurde er dann als Nachfolger von Ruth Greiner zum Gemeindepräsidenten gewählt.

Nun hat er beste Chancen, als Nachfolger des verstorbenen Peter Zwick in die Baselbieter Regierung gewählt zu werden. Parteiintern ist Lauber unbestritten: Die CVP-Basis wählte Lauber am Mittwochabend per Akklamation.

Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Lauber bezeichnet sich als pragmatischen Politiker, der Lösungen gemeinsam im Team suche. Sein Auftreten ist freundlich und schon fast kumpelhaft: «Was mir sehr liegt, ist der Umgang mit Menschen», sagt Lauber über sich. Dies seien gute Voraussetzungen für das Regierungsamt. Führungs- und Exekutiv-Erfahrung sammelte der hauptberuflich als Anwalt tätige Lauber als Oberst im Militär und im Gemeinderat.

« «Ich bin ein Fusionsskeptiker» »

Lauber bezeichnet sich als Fusionsskeptiker: Bevor über eine Kantonsfusion abgestimmt werde, brauche es mehr Fakten - sprich eine Simulation. Für diese wolle er sich innerhalb der Regierung stark machen. Angesprochen auf die schlechte Finanzlage des Baselbiets meint Lauber: «So schlecht wie alle sagen steht der Kanton gar nicht da. Wichtig ist jedoch, dass er ständig seine Aufgaben neu überprüft.»

Die Wahl Laubers soll nach dem Willen der Bürgerlichen am 9. Juni erfolgen. Dass die CVP ihren Kandidaten bereits nominiert hat, ist könnte den zweiten Wahlgang um die Nachfolge von Adrian Ballmer im April beeinflussen. Nicht ausgeschlossen ist, dass einzelne Wählerinnen und Wähler den Namen Anton Lauber auf den Wahlzettel schreiben - obwohl er erst für die Wahl im Juni zur Verfügung steht.

« Das wird mir nicht leicht fallen »

Es gelte nun, vorerst einen Wahlkampf mit «angezogener Handbremse» zu machen und erst nach dem 21. April richtig los zu legen, appellierte CVP-Präsidentin Sabrina Mohn nach der Nomination Laubers. Für Lauber, der als Mann mit Tatendrang gilt, keine einfache Situation: «Das wird mir nicht leicht fallen. Aber es ist halt nun mal so.»

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