Arbeitskonflikt bei der Basler Zeitung beigelegt

Der Arbeitskonflikt um die Schliessung der Druckerei der Basler Zeitung (BaZ) scheint vom Tisch: Das Druckerei-Personal hat mehrheitlich einen Vorschlag der Konzernspitze für Abfindungen akzeptiert. Die Geschäftsleitung sichert pro Entlassenen 400 Franken pro Dienstjahr zu.

Die Druckerei der Basler Zeitung

Bildlegende: Druckerei Basler Zeitung Keystone

Bei der Betriebsversammlung von Mittwochnachmittag konnte der Arbeitskonflikt zwischen den Entlassenenen der Druckerei der Basler Zeitung und der Geschäftsleitung beigelegt werden. «Wenn nicht in den nächsten Tagen noch weitere Provokationen von der Geschäftsleitung hinzukommen, kann man davon ausgehen, dass der Sozialplan in den nächsten Tagen unterzeichnet wird», sagt Hans-Peter Graf von der Gewerkschaft Syndicom gegenüber dem «Regionaljournal Basel».

Die BaZ-Geschäftsleitung habe, so Graf, den Angestellten zwei Vorschläge für eine Abfindung unterbreitet. Die Drucker hätten dann mehrheitlich der Variante «400 Franken pro Dienstjahr» zugestimmt.

Zähneknirschende Zustimmung

Allerdings hätten sie diesen Vorschlag nur missbilligend angenommen: Gewerkschaft und Personalvertreter hatten ursprünglich 1000 Franken pro Dienstjahr gefordert. «Bei den Angestellten war Skepsis vorhanden», sagt Graf: «Man wäre durchaus fähig zu einem weiteren Streik - aber dann würde die Gefahr wachsen, dass die BaZ noch früher in Zürich gedruckt wird.»

Die Druckerei-Mitarbeiter hatten in der Nacht auf Montag gestreikt. Die Verantwortlichen der Basler Zeitung bezeichneten den Streik als «rechtswidrig». Bei der Basler Zeitung wollte sich der Unternehmenssprecher am Mittwochnachmittag noch nicht äussern: Über Einzelheiten des Sozialplans sei Stillschweigen vereinbart worden.