Auch das gibt es im Baselbiet: den Ameisengötti

Seit gut einem Jahr gibt es in Basel-Land das Projekt «Ameisenzeit». Das sucht für die kleinen Tiere Betreuerinnen und Betreuer, die sich um sie kümmern. Einer davon ist Heinz Döbeli aus Ziefen.

Paul Döbeli und Christine Arnold  hinter einem Ameisenhaufen

Bildlegende: Der Ort der Begierde: Paul Döbeli und Christine Arnold vom Projekt «Ameisenzeit». SRF

Er ist längst nicht der Einzige, aber so viele Ameisenhaufen wie er betreut vermutlich kein anderer Ameisen-Götti: Heinz Döbeli aus Ziefen. Auf einem Spaziergang mit dem «Regionaljournal Basel» führt er seine «Götti-Kinder» vor. Und erzählt allerlei Wissenswertes über die Ameisen. Etwa über die Arbeitsaufteilung der Insekten: Da gebe es zum Beispiel diejenigen, die Nistmaterialen organisieren und transportieren müssten. Oder dann die Ameisen, die kämpfen müssten. Denn Feinde hätten die Ameisen zahlreiche, u.a. auch den Menschen. Der würde viel zerstören, sagt Heinz Döbeli.

Von den kleinen Tieren fasziniert

Döbeli erzählt aber auch gerne über seine Motivation, Ameisengötti zu sein: Die Tiere hätten ihn schon immer sehr fasziniert. Und man müsse sich bewusst sein: «Ameisen gab es schon lange, bevor der Mensch ins Spiel kam. Und Ameisen wird es auch geben, wenn der Mensch schon längst wieder verschwunden ist.

Das Projekt «Ameisenzeit» wird gemeinsam vom Waldwirtschaftsverband beider Basel und dem Baselbieter Natur- und Vogelschutzverband gemeinsam betrieben. Insgesamt gibt es im Kanton ca. 35 Göttis, es werden aber immer wieder neue gesucht. Dabei müssten sie durchaus nicht unbedingt auf dem Land wohnen wie Heinz Döbeli - aber schlecht wäre es natürlich nicht, sagt Christine Arnold von «Ameisenzeit».

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)