Auch Muttenz kritisiert Sondermüllanlage in Grenzach

Die Gemeinde Muttenz kritisiert die Pläne für eine Sondermüllanlage in Grenzach: Der aufgelegte Sicherheitsbericht sage nichts über die Folgen eines Störfalls für die nahe Grundwasserschutzzone im Hardwald, so die Kritik aus Muttenz. Die Gemeinde fordert eine Ergänzung der Planauflage

Schild: Grundwasserschutzzone im Hardwald

Bildlegende: Grundwasser-Schutzzone im Hardwald bei Muttenz - Die Auswirkungen der neuen Sondermüllanlage sind unklar. Keystone

Bereits eine Beschwerde gegen die geplante Sondermüllanlage eingereicht hat der WWF Region Basel. Die Organisation sorgt sich, dass Abwässer in den Rhein geleitet würden, aus dem wenige Meter flussabwärts Trinkwasser gewonnen wird. Und auch das Basler Amt für Umwelt und Energie bereitet eine schriftliche Stellungnahme an die deutschen Behörden vor, in dem es seine Bedenken formuliert.

« Dass Einwendungen kommen, ist ein ganz normales Prozedere »

Die Firma Zimmermann, die die Sondermüllanlage in Grenzach plant, sieht der Kritik jedoch gelassen entgegen. Geschäftsführer Gerhard Zimmermann: «Dass Einwendungen kommen, ist ein ganz normales Prozedere. Gerade Sonderabfallbehandlung ist ein Thema, das die Bürger brennend interessiert, das ist in der Regel immer so. Bei anderen ähnlichen Projekten war die Resonanz noch grösser.»

Bis Ende Januar können Institutionen, Behörden und Private ihre Stellungnahmen einreichen. Am 28. Februar findet der Erörterungstermin statt, an dem die Firma Zimmermann Stellung zu den eingereichten Einwänden nehmen will.

Der Geschäftsführer Gerhard Zimmermann rechnet damit, dass im Laufe des Jahres mit den Bauarbeiten begonnen werden und die Anlage rund ein Jahr später in Betrieb genommen werden kann.