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Basel Baselland Auch zweiter Reaktor in Fessenheim heruntergefahren

Im französischen AKW ruht jetzt auch der zweite Meiler. Grund ist ein verstopftes Ventil. Der erste Reaktor wurde bereits Anfang April heruntergefahren. Sicherheitsprobleme gebe es nicht. Irritierend: Die französische Atomaufsicht hatte die Meiler erst in dieser Woche weitgehend positiv beurteilt.

Sicht auf Fessenheim
Legende: Das seit den 1970er Jahren betriebene AKW soll 2016 vom Netz genommen werden – das AKW versagt nun aber offenbar schon vorher. Keystone

Im ältesten französischen AKW Fessenheim hat sich nach einem vorzeitigen Verschluss eines Ventils der zweite Reaktor automatisch abgeschaltet. Auswirkungen auf die Sicherheit gebe es nicht, heisst es beim französischen Betreiber EDF. Reaktor Nummer eins in Fessenheim steht nach einem Vorfall in der Wasserversorgung seit Anfang April still.

Legende: Video Zweiter Reaktor im AKW Fessenheim heruntergefahren abspielen. Laufzeit 0:24 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 19.04.2014.

Das seit den 1970er Jahren betriebene AKW soll 2016 vom Netz genommen werden – das AKW macht aber offenbar schon vorher schlapp. Die Atomreaktoren – 35 Kilometer nördlich von Basel gelegen – sind seit Jahren vor allem in Deutschland und der Schweiz heftig umstritten.

Irritierend ist zudem: Die französische Atomaufsicht ASN hatte Fessenheim erst in dieser Woche weitgehend positiv beurteilt. Bei so alten Meilern sei es aber äusserst schwierig, die Technik auf den neuesten Stand zu bringen, hiess es.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Ch. Gerber, Basel
    Unsere Sicherheit ist den Französischen Aufsichts Behörden absolut egal sonst würden die die Reaktoren nicht mehr hochfahren. Die Reaktorenhüllen werden ja bei hohen Aussentemeraturen extra gekühlt. Die risse welche schon seit jahren bekannt sind und stellen für alle eine gravierendes Sicherheitsrisiko dar. Neben Frankreich, die Schweiz und Deutschland kann es auch bei einer Kernschmelze oder Unfall auch andere Länder betreffen (Wind und Wetter).
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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Fessenheim wird im Sommer mit Wasser von Aussen zusatz gekuehlt, dass seit Jahren. Irgend wann ist schluss. Diese erzwingen um die Letzten Betreibsjahre erhoeht nur unnoetig die Gefahr und veraengstigt die Leute. Verantwortungsvoll sollte man Fessenheim runtergefahren- und abkuehlen lassen, bevor wir noch ein Fukushima hier in der naehe miterleben muessen, denn die Franzoesische Regierung oder Betreiber hat kein Geld den langzeit Schaden zu zahlen oder das Land wieder belebbar zu machen.
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Ja, die Dinger werden eben alt. Ständige und grosse Temperaturveränderungen, grosse Gewichte und grosse Kräfte, Witterung, Reibung, Torrsionskräfte, Wasser, radioaktive Strahlung... Das ist wie bei den Autos, bloss weil man da ein neues Radio einbaut, heisst das nicht, dass die Benzinpumpe nie kaputt geht... Und auch eine neue Benzinpumpe kann man dann noch einbauen - das Auto ist aber dann trotzdem irgendwann nur noch ein Schrotthaufen...
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