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Aufstand der Hundehalter 6'000 Unterschriften gegen die Leinenpflicht in der Langen Erle

Die Petition fordert ein Verzicht der geplanten Leinenpflicht im stadtnahen Wald.

Der Aufschrei unter den Hundebesitzern war gross: Im April hatte der Grosse Rat beschlossen, dass während der Schonzeit für die Wildtiere im Frühjahr im Naherholungsgebiet Lange Erlen Hunde an die Leine müssen. Eine solche Leinenpflicht gilt bereits in den Nachbarkantonen. Sie soll helfen, dass wilde Tiere im Wald während der Brut- und Setzzeit nicht durch Hunde aufgescheucht werden. Der Vorstoss für eine Leinenpflicht liegt nun bei der Basler Regierung mit dem Auftrag des Grossen Rats, ihn umzusetzen.

Unterdessen haben mehrere Hundehalter eine Petition gegen eine Leinenpflicht in der Lange Erlen lanciert. Diese haben innerhalb von fünf Wochen bereits 6'000 Leute unterschrieben, sagt Bruno Bartl gegenüber den «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Unterschrieben hätten bei weiten nicht nur betroffene Hundehalter, sagt Bartl, der auch Präsident der IG der Kynologischen Vereine Basel und Region ist, einem Zusammenschluss der Hundevereine. «Unterschrieben haben vor allem Menschen, die den Hund als ihren Lebensgefährten sehen. Aber auch Freunde von Hundehaltern unterstützen das Anliegen.»

Richtige Erziehung des Hundes ist wichtig

Das Problem liege in den meisten Fällen nämlich nicht beim Hund, sondern beim Menschen. Schulungen für Hunde und Hundehalter seien wichtiger als eine Leinenpflicht. «Mit einer richtigen Erziehung folgt der Hund dem Menschen und gehorcht.»

Bartl mit Hund
Legende: «Für viele Menschen ist der Hund ein Lebensgefährte» - Bruno Bartl mit seiner Hundedame «Evita». zvg

Eine Leinenpflicht im Naherholungsgebiet Lange Erlen sei auch unnötig, weil das Nebeneinander von Hunden, Wildtieren, Velofahrern, Kindern und Fussgängern bis anhin immer sehr gut funktioniert habe. Und: In der Petition gehe es nicht um das Waldgebiet, sondern um das Wieseufer, hält Bartl fest. Entlang dem Ufer sollen Hunde auch weiterhin freien Auslauf haben. Im Wald selber könne man sich mit einem Leinenzwang während rund zwei Monaten im Jahr arrangieren.

Noch bis Ende August wollen Bruno Bartl und seine Mitstreiter Unterschriften sammeln auf verschiedenen Kanälen. Weil nun aber bereits so viele Unterschriften zusammengekommen sind, überlege man sich, die Petition bereits früher einzureichen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Katharina Daschkeit (Loppea)
    Generell ist bei der Thematik trotzdem jedem Hundehalter ans Herz zu legen, seinen Hund vernünftig zu erziehen. Es ist schade, wenn die gut verzogenen wegen den nicht erzogenen so eingeschränkt werden müssen. Erst letzt wurde ein Familienmitglied an der Langen Erle auf dem fahrenden Velo von einem Hund angegriffen und verletzt.... sowas muss nicht sein. Mensch + Wildtier sollte sicher sein!
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    1. Antwort von Markus Wüthrich (Markus Wüthrich)
      Da gebe ich ihnen völlig recht!Ich wüsste nicht mal ob ich da Unterschreiben würde!Nur mit leinen Pflicht werden sicher alle mit 5-10 meter leinen rum toben und das wird für velofahrer wanderer jogger nicht einfacher eher noch schwieriger!ein hund erziehen sie nicht in der schule sondern im alltag und dazu gehören auch die langen erlen.
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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Ein Hund,auch ein gut erzogener,ist nicht zu halten,wenn ein junges Wildtier flüchtet. Wer als Jogger die Langen Erlen als Trainingsort wählt,wünscht die Hunde zum Teufel. "Aer macht nüd,isch ganz e Liebe."Trotzdem will ich mein Trainingstempo nicht den Kötern anpassen.
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    1. Antwort von Markus Wüthrich (Markus Wüthrich)
      in den langen erlen gibts extra für jogger eine spezielle laufbahn oder gehn sie auf einen sportplatz dort können sie ihrem ego freien lauf lassen!Wenn ich mit meinem hund in den langen erlen bin ist etwa 80% schulung (ohne leine) bei fuss laufen links laufen rechts laufen vorne laufen hinten laufen etc.Sie sind das beste beispiel der heutigen ego gesellschaft sei es Jogger -velo-auto hundehalter.
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