Augusta Raurica darf sich wie geplant weiterentwickeln

Der Baselbieter Landrat hat das Entwicklungskonzept für die Römerstadt Augusta Raurica einstimmig zustimmend zur Kenntnis genommen. Zu reden gaben am Donnerstag Existenzängste eines betroffenen Bauern. Dessen Land auszuklammern wurde abgelehnt.

Römerstadt Augusta Raurica.

Bildlegende: Römerstadt Augusta Raurica. Keystone

Das Entwicklungskonzept wurde mehrfach gelobt, weil es den jahrelangen Stillstand wegen Differenzen zwischen Standortgemeinden und Kanton beigelegt habe. Es sei ein «Orientierungsrahmen», sagte Bildungsdirektor Urs Wüthrich; konkrete Umzonungen und Bauvorhaben würden damit nicht beschlossen. Bestehendes solle bleiben können.

Dennoch löste die Vorlage eine fast zweistündige Debatte aus. Der Pächter des Tempelhofes befürchtet, mit dem geplanten öffentlichen Park würde sein Weideland durchschnitten und reduziert. Vor allem SVP und FDP mahnten, man müsse solche Ängste ernst nehmen. Die vorberatende Kommission teilte sie nach einem Augenschein nicht.

Die SVP beantragte, die betroffene geschützte Landwirtschaftszone auszuklammern. Bäuerliches Bodenrecht sei anders als jenes für Bauland. SP und CVP/EVP plädierten für Gelassenheit; offene Fragen würden in nächsten Schritten geklärt und konkret entschieden. Mit 40 gegen 38 Stimmen wurde der SVP-Ergänzungsantrag knapp abgelehnt.