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Basel Baselland Basel erhält erste private Berufsfeuerwehr

Der Basler Pharmakonzern Novartis und der Chemiekonzern CABB Chemicals gründen die Industriefeuerwehr Regio Basel AG (IFRB). In der neuen Firma werden die Betriebsfeuerwehren der beiden Unternehmen zusammengefasst. Die IFRB übernimmt das gesamte Personal und Material der bisherigen Feuerwehren.

Das Pharmaunternehmen Novartis und der Chemiekonzern CABB Chemicals haben die Industriefeuerwehr Regio Basel AG (IFRB) gegründet. In der neuen Firma werden die Betriebsfeuerwehren der beiden Unternehmen zusammengefasst. Die IFRB übernimmt das gesamte Personal und Material der bisherigen Feuerwehren. Bei Novartis wurde diese bis jetzt von Johnson Controls betrieben.

Roland Schneitter, Kommandant der Feuerwehr Johnson Controls und ab 1. Januar 2013 Geschäftsführer der IFRB, sieht den Wechsel als Chance an. «Wir können uns nun auf unser Kerngeschäft, auf die Intervention bei Schadenereignissen konzentrieren».

Johnson Controls war auch für Verwaltung und Unterhalt der Liegenschaften, Anlagen und Einrichtungen von Novartis zuständig.

Zusammenführung war die beste Option
Feuerwehrleute mit Schläuchen im Einsatz, rechts das Feuerwehrauto
Legende: Private Betriebsfeuerwehr auf Firmenareal: bei Novartis ab Neujahr Tatsache Keystone

Die Gründung der IFRB erfolgt im Zuge der Neuausschreibung des Vertrags mit Johnson Controls. Mit Gründung der IFRB könnten Knowhow und Kräfte der Betriebsfeuerwehren von CABB und Johnson Controls gebündelt werden. Die IFRB wird für mehrere ansässige Firmen (u.a. BASF, Syngenta, Valorec, Huntsman) auf dem Platz Basel und in Schweizerhalle tätig sein.

Mit der Gründung der Industriefeuerwehr Regio Basel vollzieht sich aber auch ein Wandel in der Unternehmensphilosophie. Werksfeuerwehren haben in den chemischen Firmen der Region eine lange Tradition. Bereits 1880 wurde die Werksfeuerwehr Geigy gegründet. 1998 lagerte Novartis diese Aufgabe an Johnson Controls aus. Nun kehrt sich dieser Vorgang wieder um. «Wir müssen unsere Aufgabe kostendeckend erfüllen und notwendige Investitionen tätigen können», sagt Schneitter. Aus der Neugründung erhofft er sich Kosteneinsparungen.