Basel: «Pfyfferli» 2013 überzeugt mit bitterbösen Rahmenstückli

Die Vorfasnachtszeit ist eröffnet: Am Freitagabend hatten mit dem «Pfyfferli» und dem «Ridicule» gleich zwei traditionelle Vorfasnachtsveranstaltungen Première.

Vier Schauspieler auf der Bühne als Banntägler verkleidet mit Baselbieter Fahne.

Bildlegende: «Rampasse» aus dem Baselbiet: Auch die Baselbieter Regierung kriegt am «Pfyfferli» 2013 ihr Fett ab. zvg

Im Jahre 2013 kommt das «Pfyfferli» politischer, selbstkritischer und frecher daher. Themen sind neben der Finanzkrise das Verhältnis der beiden Basel zueinander und die Arbeit der beiden Regierungen.

« s liegt no gar nüt in dr Luft »

Schon die ersten Töne erinneren nicht mehr an die letztjährigen Ausgaben. Im Prolog sind Töne aus der Oper Bajazzo zu hören und auf der Bühne ist eine Regisseurin, die in sommerlichen Temperaturen mit schreibfaulen Textern zusammenarbeiten sollte. Die Texter singen dann «s liegt no gar nüt in dr Luft». Mit Kritik an den beiden Regierungen sparen die Texter dann nicht.

Die Basler Regierung wird von Teufeln in der Hölle aufs Korn genommen, die Baselbieter Regierung wird von einem Banntagtrüppchen «durchleuchtet». Einer Fusion stünden die Banntägler nicht abgeneigt gegenüber, wenn auch ihre Regierungsräte gleich abgegeben werden könnten.

Selbstkritisch mit der Fasnacht und insbesondere mit dem Pfyfferli setzt sich ein weiterer Beitrag auseinander. Das Pfyfferli beginne immer gleich und wolle so ein Teil einer innovativen Fasnacht sein. Auch die Jungen seien nicht mehr für ein Instrument zu begeistern und die aktiven Fasnächtler seien am Morgenstreich nach dreissig Minuten bereits wieder in der Beiz.