Basel-Stadt aktualisiert sein Altersleitbild

Basel-Stadt ist der Kanton mit den meisten Seniorinnen und Senioren. Die meisten Menschen über 55 sind zufrieden mit der Alterspolitik des Kantons. Dies zeigt eine Umfrage, die das Gesundheitsdepartement durchgeführt hat. Die Befragung zeigt aber auch, wo noch Verbesserungen möglich sind.

Alter Mann im Rollstuhl in einem Pflegeheim.

Bildlegende: Das neue Altersleitbild soll die Angebote den Bedürfnissen der SeniorInnen anpassen. Keystone

Seniorinnen und Senioren in Basel-Stadt sollen möglichst lange allein und selbstständig leben. Daran ändert sich auch mit dem neuen Altersleitbild nichts. Selbstverantwortung und Hilfe zur Selbsthilfe werden gross geschrieben.

Neu hingegen ist, dass die Regierung die Errichtung eines Kompetenzzentrums für Altersfragen in Betracht zieht. Dieses Zentrum soll eine einheitliche Anlaufstelle sein für alle Fragen, die das Alt werden oder Alt sein betreffen.

Neue Ideen

Weiter soll das «Café Balance» ausgebaut werden. Bei diesem Senioren-Treffpunkt können sich ältere Leute treffen und Freizeit- oder Bewegungskurse besuchen. Die Bevölkerungsbefragung habe gezeigt, dass es den älteren Menschen ein Anliegen ist, dass dieses Angebot ausgebaut wird.

Mehr Pflegepersonal

Auch bei der Pflege und Betreuung von todkranken Menschen sieht die Regierung noch Handlungsbedarf. Sie will die Pflegeberufe allgemein besser fördern. So sollen Quer- oder Wiedereinstiege in den Beruf einfacher ermöglicht werden.
Und schliesslich soll das neue Altersleitbild die Angehörigen besser unterstützen und entlasten. Ältere Menschen, die umziehen wollen, sollen besser beraten werden.

All diese Ideen, welche die Regierung im neuen Altersleitbild aufbringt, sind jedoch noch nicht in Stein gemeisselt. Sondern sie werden im kommenden Herbst an einer Tagung diskutiert. Aus dieser Tagung sollen konkrete Massnahmen hervorgehen, die dann im Jahr 2014 umgesetzt werden sollen.