Basel-Stadt kritisiert Bundesamt wegen Krankenkassenprämien

In den beiden Basel steigen die Prämien im kommenden Jahr stärker an als im landesweiten Durchschnitt. Basel-Stadt kritisiert jedoch das Bundesamt für Gesundheit: Dieses habe für den Stadtkanton eine Prämiensteigerung abgesegnet, die so nicht gerechtfertigt sei.

Die Prämien für die Krankenkassen steigen in der Region stärker als im Schweizer Durchschnitt.

Bildlegende: Die Prämien für die Krankenkassen steigen in der Region stärker als im Schweizer Durchschnitt. Keystone

Erwachsene müssen im Kanton Basel-Stadt für die Grundversicherung 2015 im Schnitt 533.18 Franken pro Monat bezahlen. Das entspricht einem Plus von 4,1 Prozent. Der Stadtkanton hat damit weiterhin schweizweit die höchsten Prämien. Im Kanton Basel-Landschaft steigt die Durchschnittsprämie für Erwachsene um 5 Prozent auf 441.92 Franken. Landesweit beträgt die Zunahme mit 411.84 Franken Prämie 4 Prozent.

Basler Regierung übt Kritik

Die Basler Regierung ist mit der Prämienentwicklung im Stadtkanton nicht zufrieden. Nach ihren Angaben steigt das Prämienvolumen um rund 27 Millionen Franken. Der Anstieg der Nettoleistungen sei aber auf 10 Millionen Franken veranschlagt, teilte sie am Donnerstag mit.

Im Prämiengenehmigungsprozess habe sie auf diese Diskrepanz hingewiesen und eine geringere Prämienerhöhung verlangt, hält die Regierung fest. Dass ihre Forderung nicht erfüllt wurde, erachtet die Basler Exekutive als «nicht nachvollziehbar».

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)