Basel-Stadt redet bei der Baselbieter Spitalplanung nicht mit

Der städtische Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger trifft sich zwar regelmässig mit seinem Baselbieter Amtskollegen Thomas Weber. Bei der neuen Strategie des Kantonsspitals Baselland hat der Stadtkanton jedoch nicht mitentschieden.

Zwei Hände mit Plastikhandschuhen.

Bildlegende: Spitalplanung in den beiden Basel: Berührungsängste sind nicht gefragt. Keystone

Der Kanton Baselland hat am Mittwoch seine neue Eigentümerstrategie für die kantonalen Spitäler vorgestellt. Neu daran ist, dass die drei heutigen Standorte nicht mehr in Stein gemeisselt sind. Zur Diskussion steht ein Neubau, um das in die Jahre gekommene Bruderholzspital zu ersetzen.

Von der Spitalpolitik des Baselbiets ist auch der Nachbarkanton Basel-Stadt betroffen. Beide Kantone leiden darunter, dass die Kosten im Gesundheitssektor in letzter Zeit stark gestiegen sind. Daher wird in der Politik immer wieder eine bessere Koordination der Spitalpolitik gefordert.

Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger sagt, er stehe in ständigem Dialog mit seinem Baselbieter Amtskollegen Thomas Weber. «Wir haben eine gute Gesprächsatmosphäre und reden über mögliche Formen der Zusammenarbeit.» Die neue Spitalstrategie der Baselbieter Spitäler habe Thomas Weber jedoch alleine entwickelt.

Schwerpunkte sinnvoll verteilen

Gemäss Engelberger sollte die Zusammenarbeit der beiden Kantone vor allem in einem Bereich der Spitalplanung eng sein: Beim Festlegen der medizinischen Schwerpunkte. Sie sollen sinnvoll über die Region verteilt werden. Er wolle Baselland jedoch nicht in die Entscheidungsfindung hineinreden, welche Schwerpunkte beispielsweise ein neues Baselbieter Spital setzen würde.

(Regionaljournal Basel, 06:32)