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Basel Baselland Basel-Stadt und Baselland wollen Spitäler zusammenschliessen

Die Regierungen wollen das Universitätsspital Basel und das Kantonsspital Baselland in einer gemeinsamen Spitalgruppe zusammenschliessen. Das Bruderholz-Spital soll als Tagesklinik für Operationen neu gebaut werden.

Legende: Video Spital-Kooperation «à la bâloise» abspielen. Laufzeit 3:29 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 29.06.2015.
Lukas Engelberger und Thomas Weber
Legende: Lukas Engelberger und Thomas Weber wollen bei den Spitälern enger zusammenarbeiten. SRF

Die öffentlichen Spitäler in Basel-Stadt und Baselland werden in einer gemeinsamen Spitalgruppe zusammengeschlossen. Dies teilten der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (CVP) und sein Baselbieter Amtskollege Thomas Weber (CVP) am Montag in einer gemeinsamen Medienkonferenz mit.

Um das Kostenwachstum im Gesundheitsbereich zu dämpfen, soll die derzeit bestehende Überkapazität bei den Spitalbetten abgebaut werden. Daher wollen die beiden Regierungsräte das Bettenhaus des Bruderholz-Spitals abreissen und an seiner Stelle eine kleinere «Tagesklinik für operative und interventionelle Eingriffe» bauen. Das Spital Laufen soll künftig nur noch für Abklärungen und als Schmerzklinik dienen. Das stationäre Angebot soll in Basel und Liestal konzentriert werden.

Die Regierungen der beiden Halbkantone haben die Verwaltungsräte des Basler Universitätsspitals und des Baselbieter Kantonsspitals beauftragt, bis im Herbst 2016 ein Konzept für die Gestaltung der gemeinsamen Spitalgruppe auszuarbeiten.

Parteien reagieren positiv

Die Reaktionen der Basler und Baselbieter Parteien auf die Spitalstrategie sind grösstenteils positiv. So zeigt sich etwa die CVP beider Basel hocherfreut über das Konzept. Dieses berücksichtige sowohl das Bedürfnis nach kurzen Wegen als auch die Reduktion der Kosten. Die FDP Basel-Stadt freut sich besonders, dass die beiden Regierungen bei der Spitalversorgung zusammenarbeiten wollen, obwohl in anderen Bereichen über die Kündigung von Verträgen diskutiert wird. Die SVP Baselland begrüsst die Zusammenarbeit ebenfalls, fordert aber, dass diese wirklich zu Einsparungen führt.

Auch die SP Baselland und die Grünen beider Basel befürworten die Gründung einer gemeinsamen Spitalgruppe. Sie kritisieren jedoch, die Regierung habe bisher zu wenig konkret informiert. Die Grünen verlangen zudem, dass bisherige Kooperationen nicht in Frage gestellt werden – zum Beispiel der Univertrag.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Vogt, Basel
    Anstatt fauler Kompromiss: BS bewältigt endlich sein "Hülfteschanz-Schamgefühl" und versieht die Verträge mit dem Partner BL mit klaren (ggf. auch schmerzhaften) Ausstiegsklauseln. Steigt einer aus einer Zusammenarbeit aus, so hat er anderswo einen grösseren Nutzen gefunden. Die Fairness verlangt, den Partner an diesem Nutzen mitprofitieren zu lassen. Oder auch so: Wenn Zuverlässigkeit in der Zusammenarbeit nicht selbstverständlich ist, so muss die Unzuverlässigkeit eben etwas kosten.
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  • Kommentar von Alessandro Melena, Binniningen
    Es braucht tatsächlich einen mutigen Schritt zu diesem Spitalfusiozid. Das Uni-Spital Bs ist, war und wird immer ein miserables und ein minderwertiges Spital bleiben. Dafür sind die Spitalleitung und die Basler Politiker verantwortlich. Qualitativ hochwertige BL-Spitäler sollten sich nicht mit faulen Eiern vermischen.
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    1. Antwort von Michael Hunziker, 4456
      Als Baselbieter sollten wir den Mund nicht so voll nehmen; Herr Melena. Auch unsere Spitallandschaft hat in qualitativer Hinsicht Entwicklungspotential.
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  • Kommentar von Nico Basler, Basel
    Das ist keine Strategie, sondern ein fauler Kompromiss. Einmal mehr versuchen die BL-Politiker auf Kosten von BS ihre Schwellenlandmentalität auszuleben. Am Schluss spielen wir wieder den Zahlesel. Nein Danke Herr Engelberger, so nicht.
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    1. Antwort von Michael Hunziker, 4456 Tenniken
      Lieber Herr Basler. Nicht alles was in Basel glänzt, ist tatsächlich auch Gold. Vieles am städtischen Gesundheitswesen ist hervorragend. Anderes kann man auch besser machen.
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