Basel trauert um seinen Jazz-Weltbürger George Gruntz

George Gruntz ist tot. Der Basler Pianist, Arrangeur, Dirigent und Komponist George Gruntz verstarb vergangenen Donnerstag, wie seine Familie mitteilt. Die Kulturdirektoren beider Basler Kantone zeigen sich betroffen. In einer Würdigung erinnert Jazz-Redaktor Peter Bürli an Gruntz' grosse Bedeutung.

Portraitbild des Basler Jazz-Weltbürger George Gruntz aus dem Jahre 2003

Bildlegende: George Gruntz (1932-2013) Keystone

Der Basler Jazzmusiker George Gruntz hat mit seiner Arbeit international Weltgeltung erlangt, er blieb aber seiner Heimatstadt Basel intensiv verbunden, erklärt Basels Regierungspräsident Guy Morin. Gruntz hat auch viele Fasnachtsmärsche komponiert.

Urs Wüthrich hat selbst viele Konzerte der George Gruntz' Concert Jazz-Band erlebt. Er schätzte an ihm, dass er bis zu seinem Tod ein Musiker mit Leidenschaft geblieben sei, seine Spielfreude habe man noch in seinen letzten Auftritten gespürt.

Der Basler Jazz-Organisator Urs Blindenbacher hat mehrere Male Gruntz und seine Band ans Jazzfestival Basel eingeladen. Über die Jahre habe sich auch eine tiefe Freundschaft entwickelt. Auch wenn er wusste, dass George Gruntz krank war, so habe ihn die Nachricht von dessen Tod getroffen.

Für den SRF 2-Jazz-Redaktor Peter Bürli ist George Gruntz schlicht der wichtigste Jazz-Musiker, den die Schweiz hervorgebracht hat. Er hatte grosses Interesse für Musik verschiedenster Richtungen, arbeitete mit Musikern anderer Kulturkreise, bevor der Ausdruck «Weltmusik» Mode wurde - und brachte der Basler Fasnacht neue Töne bei. Das ist im «Nunnefirzli» von Gruntz' zu hören.