Basel will wissen, woher die Besucher von Kultur-Events kommen

Der Kanton befragt das Publikum verschiedener Kultur-Institutionen. Damit möchte er herausfinden, wie viele der Besucher aus anderen Kantonen kommen. Diese Befragung kommt nicht zufällig: Derzeit wird darüber diskutiert, ob Baselland genügend zahlt an die Kultur im Stadtkanton.

Schild der Billettkasse am Theater Basel.

Bildlegende: Woher kommen die Besucher des Theater Basel? Das versucht eine Umfrage herauszufinden. Keystone

Wie viel Geld zahlt das Baselbiet an die Kultur im Stadtkanton? Diese Frage beschäftigt derzeit die Politik in den beiden Basel. Der Grund: Baselland muss sparen - und stellt die Zahlungen an Basler Kulturinstitutionen immer wieder in Frage. Dies wiederum sorgt in der Stadt für Unverständnis. Dort heisst es: Ein Grossteil der Besucher komme schliesslich aus dem Landkanton.

Nur stimmt das überhaupt, dass viele Baselbieter an die Kultur-Events in der Stadt pilgern? Dies möchte der Kanton Basel-Stadt nun herausfinden. Kulturchef Philippe Bischof findet: «Wir brauchen verlässliche Zahlen, um eine sachliche Grundlage zu haben für Verhandlungen mit Baselland.»

Konkret werden in nächster Zeit die Besucherinnen und Besucher von zehn Kultur-Institutionen in der Stadt befragt. Darunter sind das Theater Basel, aber auch der Bird's-Eye-Jazzclub oder das Marionetten-Theater. Mit einem anonymen Fragebogen will man herausfinden, wie die Besucher angereist sind, wie oft sie Kultur-Veranstaltungen besuchen und wo sie wohnen.

Die Befragung ist freiwillig. Die Zahlen seien jedoch verlässlich, heisst es beim Statistischen Amt. Basel ist zudem nicht die erste Stadt, die eine solche Befragung macht. Auch in Bern gab es bereits eine solche Publikumsbefragung, um herauszufinden, welche Institutionen von den umliegenden Gemeinden mitfinanziert werden sollten.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)