Baselbiet bezahlt 7,8 Millionen Franken für nicht gebautes Spital

Der gescheiterte Neubau des Bruderholzspitals kommt das Baselbiet teuer zu stehen. Das, obwohl das Spital gar nicht neu gebaut wird. Alleine für die Projektplanung muss der Kanton 7,8 Millionen Franken abschreiben. Damit zieht der Landrat einen teuren Strich unter das Bauprojekt.

Das Kontonsspital Bruderholz, vor einem Feld.

Bildlegende: Obwohl das Kantonsspital Bruderholz nicht neu gebaut wird, muss der Kanton für die Planung bezahlen. Paul Menz

Aus Kostengründen wurde der Spitalneubau auf dem Bruderholz vor rund einem Jahr gestoppt. Übrig bleiben die Projektierungskosten von fast 8 Millionen Franken. Diese kosten schrieb der Landrat am Donnerstag einstimmig ab.

Im Landrat gab der gescheiterte Bruderholz-Neubau nicht mehr viel zu reden. Das Geld sei «in den Sand gesetzt worden», bilanzierte die SVP. Der Bericht der Geschäftsprüfungskommission habe das Geschäft ausreichend aufgearbeitet, hiess es seitens der FDP. Von «Lehren ziehen» war reihum die Rede.

Insgesamt sind für das Spitalprojekt 13,3 Millionen Franken verplant worden. Davon entfallen 2,7 Millionen Franke auf Basel-Stadt und 10,6 Millionen auf Baselland.