Baselbieter BDP gibt nicht auf

Die BDP ist auf nationaler Ebene, aber auch in vielen Kantonen, auf Talfahrt. Im Baselbieter Landrat hat die Partei nur noch einen Sitz. Und spätestens nach dem angekündigten Rücktritt von BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf stellt sich die Frage nach der Zukunft der Baselbieter BDP.

Portrait von Marie-Therese Müller

Bildlegende: Marie-Therese Müller, einzige BDP-Vertreterin im Landrat, will sich weiter für eine starke politische Mitte einsetzen. Keystone

Im Baselbieter Landrat ist die BDP nur noch durch Marie-Therese Müller vertreten. Gleichzeitig präsidiert sie die Mittepartei. Sie betont, die BDP existiere weiter, auch ohne ihren Leuchtturm, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf: «Das ist für uns auch eine Chance. Es braucht die bürgerliche Mitte.»

Zwischen den Mitteparteien, CVP, GLP und BDP, gebe es zwar beachtliche Unterschiede, trotzdem sei es wichtig, dass die politische Mitte bei den Wahlen zusammenstehe, sagt Müller. «Wir können nur zusammen überleben.» Das gelte für nationale Wahlen, wie auch auf kantonaler Ebene. Bei den Nationalratswahlen vor vier Jahren ist diese Rechnung beinahe aufgegangen. Die Baselbieter BDP hat dank einer Verbindung mit anderen Mitteparteien um ein Haar den Einzug in den Nationalrat verpasst.

Allianzen als Schlüssel zum Erfolg

Ein solcher Schulterschluss gelang seither jedoch nicht mehr. Dementsprechend blieb für die Baselbieter BDP der Erfolg aus. Das gilt für die Landratswahlen wie auch für die Nationalratswahlen. Marie-Therese Müller ist aber überzeugt, dass es die politische Mitte weiterhin brauche. Für Kleinparteien seien Allianzen mit anderen Parteien überlebenswichtig.

(Regionaljournal Basel, 06.32 Uhr)