Baselbieter Behörden kontern Vorwürfe der Gemeinde Arisdorf

Der Kanton und die Denkmalpflege wollen nicht Bauprojekte verhindern, sagen die Verantwortlichen des Kantons. Und kontern damit die Vorwürfe des Arisdorfer Gemeindepräsidenten. Er hatte davon gesprochen, dass die Dörfer nur noch wie Museen sein dürften.

Gemeindeverwaltung von aussen mit Schild

Bildlegende: Gemeindeverwaltung in Arisdorf - Hier ist man über die Pläne des Kantons nicht zufrieden Paul Menz

Die Gemeinde Arisdorf sei im Inventar schützenswerter Ortsbilder der Schweiz (ISOS) verzeichnet. Das sei also sensibles Gebiet. Trotzdem: Der Baselbieter Bauispektor Andreas Weis sagt deutlich: «Ich möchte widerlegen, dass es sich um eine Verhinderungstaktik der kantonalen Denkmalpflege handelt.»

Der Streit zwischen Gemeinde und Kanton dreht sich um das Gemeindezentrum mit Laden und Kaffee, welches Arisdorf mitten im Dorf bauen will. Die Gemeinde hat noch keine Baubewilligung, da die kantonale Denkmalpflege und ihre beratende Kommission, die Kommission für Denkmal- und Heimatschutz, beim Bau mitreden können.

«Es geht dabei um einen Dialog um gestalterische Fragen». Das sei ein längerer Prozess. Tatsächlich dauern die Verhandlungen zwischen Gemeinden und Kanton seit 6 Monaten. Dabei gehe es aber nur um die Gestalt des Hauses, nicht um die Nutzung. Das Projekt würde die Denkmalpflege nicht bodigen wollen.